Dienstag, 16. November 2010

6. und 7. November 2010 - Mein Wochenende mit The Gaslight Anthem


WARNUNG: Meine Canon Digital IXUS 950 IS war für diese Lichtverhältnisse (sowohl in der Tonhalle als auch in der Arena) einfach zu primitiv - daher sind keine besonders guten Fotos zu sehen, aber ich hab mich bemüht.

Es hat sich so ergeben, dass ich praktisch ein Gaslight-Anthem-Wochenende verleben würde. Als die Termine der Europatournee bekanntgegeben worden sind, war Wien nicht dabei. Ich wollte die Gaslight Anthem einmal live erleben und München war der nächstgelegene Ort. Daher für dieses Konzert am 6. November Karten gesichert.
Nachher wurde der Termin in Wien doch noch bekanntgegeben, auch noch am Tag darauf – passt. Dann eben beide Konzerte.

In der Tonhalle der Münchner Kultfabrik begann die erste Vorgruppe zu spielen – „Sharks“ aus Großbritannien. Die Meinung hier gilt dasselbe für das Konzert in der Arena: Die Band war gut, muss sich aber noch entwickeln. Der Bassspieler hat sowas von ungesund ausgeschaut, Schlachzeuger war gar nicht zu sehen (hinter dem Sänger versteckt), Sänger … naja, dass er ständig mit seiner Hand durch sein Haar fuhr, war etwas nervig … einzig positiv war der milchbubi-mäßig aussehende Gitarrist. Der hat wirklich mit Leidenschaft Gitarre gespielt. Plus!
Chuck Ragan mit Jon Gaunt und am Schlagzeug Benny Horowitz
Die zweite Vorgruppe bestand aus einem genialen Sänger und einem genialen Fiddler. Chuck Ragan sein Name, und der Fiddler Jon Gaunt. (Negativer Beigeschmack, weil Gaunt der Mädchenname von der Mutter des Unaussprechlichen ist … ähm, Harry-Potter-Fans wissen es!)
Aber was die beiden auf die Bühne gebracht haben, purer Wahnsinn. Und damit auch das rücksichtslose junge Münchner Publikum. Bitte, wenn mein absoluter Lieblingssänger (in meinem Fall Bruce Springsteen) auf der Bühne steht und singt, kann ich mich schon der Musik hingeben, aber nicht andere Leute auf die Nerven gehen – oder reiß ich mich zu sehr zsamm?
Egal, er war wirklich gut, der Chuck.
Dann wurde es richtig anstrengend. The Gaslight Anthem betraten die Bühne, begannen mit „The Spirit of Jazz“ und es wurde nur noch hin- und hergeschoben. Ich wurde aus der dritten in die vierte, dann in der fünften Reihe geschoben und ich entschloss mich, nach hinten zu verschwinden und konnte das restliche Konzert entspannt genießen. Mein bestes Lied war „Miles Davis and the Cool“, an dieses Lied schließen sich „Great Expectations“ (das erste Lied auf meiner ersten GA-CD), „The ´59 Sound“ und „American Slang“ an.
 Nach meinem Rückzug nach hinten sah ich die Gaslight Anthem  von diesem Blickwinkel aus - nicht sehr optimal, aber es war auf alle Fälle besser als vorne zu stehen.

Nach dem Konzert geschahen dann einschneidende Stunden in meinem Leben, daraus resultierte Schlafmangel. War somit verdammt müde für Wien, wollte nicht hingehen, aber schon allein Chuck Ragan wiederzusehen, war’s wert. Bin zur Arena gefahren, entschied mich, nicht noch einmal den gleichen Fehler des Vorne-Stehens zu machen, zum Glück gab’s in der Arena Stiegen zum Hinsetzen. 

Sharks mit Chuck Ragan (zweiter von rechts) und Alex Levine (ganz rechts)
Nach den Sharks (diesmal verdammt laut) habe ich mich wirklich auf Chuck Ragan und Jon Gaunt gefreut und wurde nicht enttäuscht. "For Broken Ears", "California Burritos" und "Glory" waren klasse. Der Sänger war klasse!
Und die Gaslight Anthem aus der Entfernung zu sehen und zu hören, war ein Genuß … aber verdammt müde war ich. So müde, dass ich wirklich beschlossen habe, nach „The `59 Sound“ zu gehen. Aber bei DEM Lied stand ich auf – sehr zur Freude meines vorderen Sitznachbars (das junge Münchner Publikum sollte sich mal ein Beispiel an ihm nehmen!) – und rockte ab. 
Die Müdigkeit war mit einem Schlag verschwunden und ich wollte erst recht nicht mehr gehen ;-) ich blieb bis zum Schluss, was sich gelohnt hat. In der Arena hat mich „Miles Davis and the Cool“ wieder am meisten überzeugt, hat irgendwie Spaß gemacht. Die Einlage von „Red At Night“ war klasse. Kleines Minus: Mein Lieblingslied auf der „American Slang“ – „We Did It When We Were Young“ – haben sie leider nicht gespielt.
Was mich sehr positiv überrascht hat: Am Verkaufsstandl gab’s die CDs „The ´59 Sound“ und „American Slang“ für jeweils schlappe 10 Euronen. Ich meine, eigentlich kennen wir es, dass an den Standln die CDs für viel mehr teurer verkauft werden als im Handel (zB SATURN, MediaMarkt) – aber dass sie so extremst billig waren, Hut ab! Da ich aber schon alle offiziellen CDs von Gaslight Anthem besitze, habe ich mir nur ein Leibchen besorgt und eine EP von den Sharks und zwei von Chuck Ragan, „Feast or Famine“ und „Gold Country“ – auch für jeweils 10 EUR.

Hoffentlich kommen Chuck und Brian & Co. wieder  nach Europa - auf jeden Fall bleib ich im Hintergrund und genieß die Live-Musik. Bis dahin werde ich mich mit den CDs begnügen ;-)

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