Samstag, 19. März 2011

Samstag

Manchmal wird mein Thunderbird auch nicht mit diversen "Fwd"-E-Mails verschont, die mir diverse Freunde oder Bekannte schicken.
Ich schaue mir den Inhalt schon an, beantworte auch für mich die Fragen, wenn ich will, aber um nach meinem vollkommenen Glück zu strebern, leite ich diese E-Mails nicht weiter.
In den Fragen kommt oft "Was ist dein Lieblingstag?" vor. Derzeit, seit Jahren, weißnichtwieviel, nächste Woche kann es auch anders sein, glaube eher nicht, also hier ist die Antwort: Samstag.

Ja, natürlich, weil wieder eine Arbeitswoche zu Ende ist, weil ich wieder etwas länger schlafen kann, weil Freizeit angesagt ist undundund.

Apropos "Freizeit", das ist das Thema meines heutigen Beitrages. Ich lese seit mehr als drei Jahren regelmäßig den KURIER (in Papierform, versteht sich), seit knapp zwei Jahren an fast jeden Samstag intensivst die letzte Seite von der Beilage "freizeit". Seit ca. eineinhalb Jahren hole ich an fast jeden Samstag aus dem KURIER die "freizeit" heraus und schlage zuerst die letzte Seite auf. Erst dann kann der Samstag richtig beginnen!

Von was erzähle ich da?
Ich schreibe von "Wien Mitte", ich schreibe von diesem wunderbaren Erzähler Ernst Molden - meine Lobhudelei auf ihn wirkt auf einige meiner Bekannten schon etwas peinlich. Aber was soll ich machen, wenn er mich neben seiner Musik auch mit seinen geschriebenen Texten begeistert? Ich habe "doktor paranoiski", "Austreiben", den allerbesten Stadtführer "Wien - Hinweise zum Umgang mit einer alten Seele" gelesen. Die anderen Bücher werden noch kommen!

Ich frage mich, warum mir die Kolumen gefallen. Sicher liegt es zum größten Teil am Lokalkolorit, die Art, wie er schreibt, hier und da ein lautes Lachen, dort ein Lächeln oder nur ein breites Grinsen. Wie er seine Sicht der Dinge im dritten Bezirk (vom Herzen der Landstraße nach Erdberg) und auch außen herum wiedergibt. Und ab und zu Anekdoten über seine Familie bringt - die sind sehr persönlich, aber in einem gewissen Maße persönlich, dass es nicht in einem "Seelen-Striptease" ausartet.

Die Texte so gut, die Musik so gut - apropos Musik: Dass ich überhaupt auf ihn gestoßen bin, habe ich einem Freund aus dem Frankenland zu verdanken, der mir noch vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin die "ohne di" in die Hand gedrückt hat. Und diesem Freund scanne ich die Kolumnen ein und schicke sie ihm in unregelmäßigen Abständen per E-Mail, damit er sie auch zu lesen bekommt.

Nachdem vor kurzem das "Liederbuch" erschienen ist, wäre ich für eine Veröffentlichung seiner Kolumnen in einem gesammelten Werk. Ich tät's kaufen.

Ich hoffe, ich mache jetzt niemandem und mir Ärger und zeige Euch eine Kostprobe von der KURIER freizeit-Ausgabe 10. Oktober 2009:

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