Montag, 18. April 2011

16. bis 17. April 2011 - Grazer Frühling und DENK

Vor wenigen Monaten kam die Ankündigung, dass DENK wieder ein Konzert in meiner österreichichen Lieblingsstadt Graz geben. Keine Frage, Quartier in einer netten Pension reserviert, Karte gekauft und nur noch Hoffen auf einigermaßen angenehmes Wetter am Wochenende - mehr stand mir nichts im Wege.
Das letzte Konzert von DENK am Mariahilfer Platz am 8. August 2008 war sehr feucht - Gratis-Freiluftkonzert im Rahmen des "Jazz-Festivals" (oder so ähnlich), strömender Regen, dennoch ließen sich viele Zuhörer nicht vom Regen abschrecken und hielten bis zum Schlusslied "Nimma dabei" durch.
Aber das wird diesmal nicht geschehen, das Orpheum ist ja überdacht...

In Meidling um 10 Uhr in den EuroCity eingestiegen, um halb eins mittag in Graz angekommen, gegen 13 Uhr in der Pension eingekehrt. Hunger meldet sich. Ich machte mich so bald wie möglich auf den Weg zum Glöckl-Bräu, der mir letztes Jahr in guter Erinnerung geblieben ist. Doch vorher noch ein Foto:
Der fast trockene Mariahilfer Platz mit Schlossberg im Hintergrund
Nach einiger Wartezeit - das Glöckl-Bräu war wirklich bummvoll - ließ ich mir einen Schnitzel im Kürbiskernmantel mit senfigem Erdäpfelsalat und gutem Hausbier schmecken. Nachher bummelte ich durch die Altstadt, machte hier und da ein paar Fotos und musste unbedingt zum Linzbichler am Franziskanerplatz, ein paar Schlossbergkugeln und etwas Zotter-Schokolade kaufen.
Hallo Brigitte!

Franziskanerplatz

Kunsthaus im Frühling

Ich sah auf die Uhr, es war kurz vor 15, also noch Zeit bis zum Treffen mit anderen STS-DENK-Fans um 17 Uhr im Tribeka. Also ging ich die Schlossbergstiege hinauf, um mein Essen abzubauen. Dort stellte ich fest, dass der untere Teil vom Uhrturm von einem Baugerüst umgeben ist - ich habe versucht, so wenig Gerüst wie möglich zu knipsen, weil so etwas die architektonische Schönheit des Bauwerks zerstören würde. Ich genoss - immer, wenn ich oben bin - den Ausblick auf Graz und ging dann nach hinten ab und entdeckte, wie schön Graz im Frühling sein kann.


In die Pension eingekehrt, legte ich mich kurz hin, stöpselte mir die Ohrhörer von meinen mp3-Spieler ein und hörte unter anderem "Ois geht vuabei" von DENK. Das Lied sollten Birgit und ihre Buben mal wieder spielen...
Gegen 17 Uhr traf ich dann die anderen DENK-Fans (die ich alle von STS kenne, manche Geschmäcker überschneiden sich halt) im Tribeka und nach einer ausgiebigen Plauderei machten wir uns auf den Weg zum Orpheum.



Es war ein klasse Konzert - das Grazer Publikum kann sich begeistern lassen. Es wurde die selbe Setliste wie am 15. Jänner 2011 in der Wiener Neustädter backstage gespielt, schreib: Das komplette "Tua weida"-Album wurde vorgestellt und natürlich viele andere Hits wie "Vaknoid", "Was i eh", "Wieda zwieda" - das absolute Obershäubchen war das Gitarrenduell von Ludwig und T. T. nach dem klasse Lied "Hoit's eich au!" - *lechz*, sag bzw. schreib ich nur.
Nach dem Konzert kaufte ich mir noch die "Garten"-CD und ließ sie mir von Birgit signieren ... bis Dienstag! ;-)
Nachher hatte ich einen ziemlich kurzen Fußweg zur Pension, im Zimmer angekommen, zu aufgekratzt zum Schlafen, ein paar Seiten von Claudia Tomans "Goldprinz" (besagte Claudia T. war auch in der Fan-Runde und sie schreibt regelmäßig lesenswerte Beträge in ihrem Blog - einfach nach rechts in meiner Blog-Liste schauen) gelesen, bis ich dann weg war.

Nach einem ausgiebigen Frühstück und kurzem Abstecher am Bahnhof (Tasche im Gepäckschließfach einschließen), machte ich mich auf den Weg zum Jakominiplatz, die Sonne schien, es war noch keine Wolke am Himmel und es war recht ruhig in der Altstadt (Palmsonntag, der Großteil der österreichischen Bevölkerung - auch wenn ich nur in Graz war, aber ich darf das behaupten - war in der Kirche). Vom Jakominiplatz fuhr ich dann mit der Bim (sagt man das auch in Graz?) Linie 1 nach Mariatrost.
Sonntag morgen, unterwegs zum Jakominiplatz

Mariatrost

Relativ erfolgreicher Selbstfotografie-Versuch mit 10-Sekunden-Auslöser



Während der Fahrt entdeckte ich bei einer Haltestelle eine sehr interessante Gegend, die ich ganz sicher bei meinem nächsten Graz-Besuch erforschen werde. Mariatrost war halt einfach nur ... nett. Der Kirchenwirt sah mir zu massenbetriebsmäßig aus, ich hatte noch keinen Hunger und fuhr dann wieder zurück. In der Altstadt angekommen, - ich muss verrückt sein - ging ich wieder den Schlossberg hinauf und dachte mir, jetzt hab ich mir ein Mittagessen verdient, marschierte die Stiege hinunter und bog nach links ab zum Krebsenkeller (auch so ein kulinarischer Ort, den ich bei fast jedem Graz-Besuch aufsuche).


Versuch eines Kaffee-Stillebens in der Murinsel
Nach dem Krebsenkeller löhnte ich mir noch einen Cappuccino im Café Murinsel und genoss die letzte Stunde mit einem (anderen) Buch, bevor ich zum Bahnhof aufbrach.

Graz, hoffentlich sehen wir uns bald wieder.

Motivationshilfe beim Fotos aussuchen, bearbeiten, einfügen und überhaupt beim Schreiben: "American Slang" und ganz besonders "We Did It When We Were Young" von The Gaslight Anthem.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen