Samstag, 30. April 2011

Samstag, die Zweite

Samstag, 30. April 2011 – 12:45 Uhr
Katerfrühstück besteht aus einer Schale steirischen Erdbeeren. Ich habe noch eine dreiviertel Stunde, dann fahre ich zu einer Freundin samt Sohn besuchen. Ich freue mich auf die Abwechslung – statt Arbeit, Lernen, Konzerte besuchen einem knapp Dreijährigen bei seinem Tun, bei seinem Dasein auf der Erde zu beobachten und zu bewundern.
Die Hochzeit in England ist auch schon vorbei. Ein Glück. Sogar der „KURIER“ hat täglich mit einer ganzen Seite genervt. Dennoch: Alles erdenklich Gute Euch beiden, William und Kate. Ich fühl mich da so ein bisschen „betroffen“, der gute Wills ist nur drei Monate älter als ich. Und schon unter der „Haube“. Wie der Zufall es wollte, hat gestern auch eine Arbeitskollegin von mir (erst mal) standesamtlich geheiratet, sie ist aber noch blutjunge 21. Ich werd jetzt so ein bisschen nostalgisch … Sori mit 21? Wer war sie? Was hat sie gemacht? Ach ja, kurz nach ihrem 21. Geburtstag ist sie nach Österreich gekommen. Mit dem Auto – natürlich. Und das Auto ist sogar – im Gegensatz zu mir – Österreicher geworden. Keine Ahnung, wie’s dem Auto jetzt geht. Sicher der Verschrottungsprämie zum Opfer gefallen. Ich vermisse die Nachtfahrten mit dem guten Opel Astra, alleine, mit mir und im CD-Fach immer das Album „The Rising“ von Bruce Springsteen auf ziemlich hohen Lautstärkepegel.

Genug der Seelenstriptease. Deswegen habe ich keinen Blog aufgemacht. Der Blog sollte nur dazu da sein, über meine Konzerte, über meine musikalischen Eindrücke und teilweise über meine „Reisen“ zu berichten.
Am 28. April 2011 am Abend sprang ich ins „kalte Wasser“ und war mit drei lieben Leuten aus der DENK-Fraktion bei remasuri im Nussdorfer Bamkraxler. M. zuliebe poste ich hier ein Foto vom Konzert – nicht dass Du ernsthaft enttäuscht bist, dass ich in meinem Blog das Konzert ÜBERHAUPT nicht erwähne ;-)
„Gemma, bitte gemma ned am Oasch…“

Der 29. April 2011 war schon ein besonderer Tag (nicht nur, dass oben erwähnte Personen geheiratet haben, des ist eigentlich fast unwichtig) – am Abend stieg im Local das Konzert der Bruce Springsteen Coverband Austria. Manfred „Ibe“ Ibeschitz, Mastermind und Springsteen-Fanatiker, hielt zu Beginn ein Schild mit „BRUCE DOES NOT COVER ME“ und legte mit – dreimal derfst raten – „Cover Me“ los. Erinnerungen an den 5. Juli 2009 wurden wach (im Ernst Happel-Stadion hat das Original auch „Cover Me“ gespielt). Es wurde gerockt bis zum Schluss, Spaß pur, meine Stimmung war schon fast wie auf einem echten Springsteen-Konzert, ich tanzte auf der Tribüne zu „Badlands“, „Hungry Heart“, "Backstreets", „I’m Goin‘ Down“, „From Small Things“, „Factory“, „Glory Days“, „Born To Run“, „Because The Night“, „Born in the USA“, „Radio Nowhere“ und vielen anderen guten Sachen. Bei „Downbound Train“ sind meine Augen etwas feucht geworden – endlich erlebe ich mein liebstes Lied vom Boss live – wenn auch in einer anderen Version.
Und ganz großes „Entschuldigung“ an Band und Publikum, die ich durch mein lautes Gekrächze (sollte eigentlich ein Lachen sein) irritiert habe und sie alle zu mir nach oben raufschauen mussten. Ich hab in dem Moment eine Nachricht gelesen, die einfach einen Lacher wert ist … Insider wissen es und dabei bleibt's.
Leider habe ich die genaue Setlistenreihenfolge nicht im Kopf, die fehlenden Lieder werden mir noch einfallen. Ja, jetzt fallen mir „Philly“ und „Dancing in the Dark“ ein … wie konnte ich nur letztere vergessen. Mein Nicht-Lieblingslied und Alex verlangt von mir,  mich auch auf den kleinen Tisch zu stellen und „in the Dark“ zu tanzen. Jaaaa, es hat Spaß gemacht. (Geheimtipp: Nur nicht an das offizielle Video denken ;-) ) „I’m on fire“ war cool … Ibe, bitte beim nächsten Mal einen Sessel auf die Bühne stellen, Dich hinsetzen und Dich eventuell von den Fans berühren lassen. Ansonsten Respekt, wie Du fast wie der echte Boss auf der Bühne herumtobst und auf die Telecaster eindrischst.
Ja, „Working on a Dream“ war auch dabei, aber das Arme schwenken hat im Local nicht so funktioniert, schade. „The River“ war schön – bei dem Lied denke ich mir immer, „auch irgendwie zu oft gespielt, irgendwie zu beliebt“, aber sobald ich das Lied höre, egal in welcher Form – es ist ein wunderschönes Meisterwerk. „No Surrender“ – die beinahe akustische Version, Ibe solo mit Mundharmonika und Telecaster war genialst. „Murder Incorporated“ war akustisch nicht gerade erfolgreich, eigentlich schade bei dem genialen Lied. „Fire“ war wiederum klasse, einfach eine Mitsingnummer. Noch mehr von diesen Konzerten bitte...
So, ich mach mich mal auf den Weg in einer anderen Welt.

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