Freitag, 15. April 2011

Sori's got the Blues

Was ist "Blues"? Wie komme ich zum "Blues"? Und warum ausgerechnet heute?

Was ist "Blues"? - Keine Ahnung, ich kann es nicht definieren, ich kann es nicht mit Worten beschreiben, dafür gibt's eh Onkel Google und Tante Wikipedia, die beiden kannst immer fragen.

Wie komme ich zum "Blues"? - Ich stelle die Frage anders:
Wie bin ich zum "Blues" gekommen?
Ich schreibe von der Musikrichtung: Gekommen bin ich wahrscheinlich dazu, wie ich mir im Juli 2000 die CD "Riding With The King" von B. B. King und Eric Clapton gekauft habe. Vorher habe ich nichts vom "Blues" besessen außer diese Stimmungsbeschreibung, blaue Lippen (wie ich einmal zu lange in der Ostsee baden war) und ab und zu blaues Gewand, undundund.

Und warum ausgerechnet heute?
Heute habe ich zum x-ten Mal festgestellt, dass mich die Musikrichtung "Blues" immer weniger loslässt. Ich denke noch an meine letzten zwei Konzerte, die im Rahmen der "Vienna Blues Spring Festival" stattgefunden haben.

Vorletzten Donnerstag am 7. April 2011 feierte ich nach einem Jahr Wiedersehen mit "Sir" Oliver Mally & Gottfried Gfrerer:
"Sir" Oliver Mally
Gottfried Gfrerer
Im zweiten Untergeschoss vom Wiener Mozarthaus gaben der "Sir" und Gottfried ihre Lieder einzeln und im Duett zum Besten. Mangels Textkenntnis und im Besitz von musikalisch-ungeübten Ohren (nein, nicht weil ich schwerhörig bin, soll ja auch Normalhörende geben, die auch so sind) kann ich leider nicht aufzählen, welche Lieder sie zum Besten gegeben haben und was gut an ihrer Musik ist. Aber, es hat Eindruck gemacht. Die Art von Musik, das Gitarrenspiel, die rauchige Stimme vom "Sir" und die Art, wie Gottfried sein Können herüberbringt.
Der Ort tat auch sein Übriges. Wunderbare Akustik (das kann ich schon behaupten), intimer Rahmen, da knapp 100 Leute im Saal waren und ein sehr begeistertes Publikum.
Zwei Bekannte von mir waren auch beim selben Konzert und empfahlen mir, am nächsten Tag zu Meena Cryle in den Reigen zu gehen. Ich fragte den M., mit dem ich schon oft bei DENK war und der glücklicherweise ein Fan der Hot Pants Road Club ist, ob er mitkommen mag.

So waren wir dann am Freitag, 8. April 2011 im Reigen:
Das Line-Up bestand aus Meena Cryle, ihrem Gitarristen Chris Fillmore, drei Mitgliedern der Hot Pants Road Club (Bass, Posaune und Saxophon), einem Trompeter, einem Keyboarder und einem Schlagzeuger.
Erstes Meena Cryle-Konzert (übrigens, das ist nur ihr Künstlername, sie ist sogar "nur" eine Oberösterreicherin ... aber was für eine!), keine Ahnung, was da passieren wird ... Reigen bummvoll, gemischtes Publikum und ein klasse Konzert mit einer klasse Sängerin, die eine klasse Stimme hat. An und für sich mag ich keine Sängerinnen außer Birgit Denk und Tamara Danz, aber die drei Frauen (Meena eingeschlossen) haben Gesangsstimmen, die ich für ungewöhnlich halte. (Die von Toni Braxton, Mariah Carey, Celine Dion dagegen finde ich schrecklich.)
Meena und ihre Musikanten haben Fans, Blues-Liebhaber und Neulinge wie M. und mich gleichermaßen begeistert. Auch ihre Coverversion von "I Was Made For Lovin' You" war wirklich klasse, sogar besser als das Original :-)
Bitte um Entschuldigung für die miserablen Fotos, aber ich wollte lieber hinten in der Ecke bleiben - ich dachte mir, dass der vordere Bereich für die Fans da sein soll. 
Nach dem Konzert wollte ich eigentlich schon gleich aufbrechen, weil laut Wetterbericht auf orf.at mit Sturm von 100 km/h zu rechnen war. Stattdessen hing ich noch mit M. und den anderen Bekannten im Reigen herum, philosophierten hier und da über Musik und schlussendlich bin ich kurz vor zwei Uhr ins Bett gegangen. Die Fahrt mit der U4 von Hietzing zum Margaretengürtel anschließend Heimweg zu Fuß hat auch nicht so lang gedauert - und Sturm? Von wegen...

Bluesmäßig begeistert mich auch der Mark Selby, den ich glücklicherweise am 6. Oktober 2009 auch im Reigen sehen und hören konnte:

Mark Selby mit Daryl Burgess (dr) und Charles "Chopper" Anderson (b)
Einer meiner Top-Alben in meiner CD-Sammlung ist ein Album von Mark Selby mit dem Titel "Nine Pound Hammer":

Das Titellied "Nine Pound Hammer" gibt kurz und schmerzlos auch eine gute Begriffsdefinition über den sogenannten "Blues" ab - sowohl musikalisch als auch textlich.

Dass die Sori den Blues hat, liegt einfach daran ... bitte nach oben zur Frage "Was ist Blues?" scrollen.

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