Sonntag, 29. Mai 2011

27.05.2011 - Lange Nacht der Kirchen

Interessantes Wochenende bisher ... wie schon in diesem Beitrag angekündigt, bin ich wirklich am Freitag, 27. Mai nach meinem Feiermittag zum SATURN auf der Mariahilfer Straße marschiert und habe mir "es lem" gekauft. Die CD dudelt auch gerade hinter mir in meinem CD-Spieler ... derzeitiger Fazit: Ein Traum - bis auf "Beag aus Mist", das Lied wirkt irgendwie noch sperrig.
Heute bin ich nach langer Zeit wieder auf den Nasenweg Richung Leopoldsberg/Kahlenberg spazierengegangen ... habe mir dann auf dem Nussberg, der neuerdings vom Mayer geführt wird, einen Schinkenbrot mit Kren und Pfefferoni und dazu einem Achtel Riesling schmecken lassen. Die Sonne war genießbar, nachdem ich gestern doch kühle Temperaturen auf dem Michaelerplatz bei Harry Ahamer und remasuri ausharren musste (waren aber ganz pipifeine Konzerte!).

Am Freitag Abend musste ich noch kältere Temperaturen ausharren, aber es war dennoch ein sehr schöner Freitag Abend. Seit Jahren vorgenommen, heuer endlich umgesetzt: die lange Nacht der Kirchen. Und die Tour musste unbedingt mit meiner Kirche Nummer Eins in Wien, die Otto Wagner-Kirche am Steinhof, beginnen.

Im Programmheft stand etwas von "Führung", worauf ich sehr gespannt war - aber leider bestand die "Führung" nur aus einem Vortrag - ok, bei den Menschenmassen eine FÜHRUNG zu organisieren, wäre etwas schwierig gewesen.
So zogen wir in Richtung Volksoper zur Kapelle des Heiligen Nepomuk.
Oft mit der U6 vorbeigefahren, nie wirklich beachtet - an dem Abend sollte sich das ändern! Der "kleine Bruder" von der Otto Wagner-Kirche war wirklich lieb zum Anschauen und wir konnten einem interessanten Vortrag mit Bildern aus früheren Zeiten folgen.

Eigentlich wollte ich nach dem "Pflichtbesuch" der beiden Kirchen zum Würstelstandl am Hohen Markt ziehen, aber der Regen wurde immer mehr - so entschlossen wir spontan, ins "Zattl" einzukehren. Wir wurden nicht enttäuscht, trotz vollem Haus war die Bedienung sehr flott, das Essen (meines war Kalbsrahmgulasch mit Butterspätzle) sehr köstlich und gegen den Paracelsus Zwickl habe ich nie, nie, nie etwas einzuwenden ;-) Wir blieben so lange dort, bis das Gröbste (tosender Regen und Gewitter) vorüber war. Nachher setzten wir unsere Tour fort und hielten dann schon ums Eck bei der Schottenkirche an.

Von dort gingen wir über die Freyung zu "Am Hof" und betraten die Kirche "Am Hof", dort gab ein Mädchenchor gerade ihre letzten zwei Lieder zum Besten - ein guter Grund, etwas länger dort zu bleiben.
Nachdem das Chor auch aus war, gingen wir zu einer besonderen heiligen Stätte. Von außen ganz unscheinbar, befindet sich in der Kurrentgasse die Kapelle des Heiligen Stanislaus. Getragene Klaviermusik leitete uns in den kleinen Raum, wir horchten dem Pfarrer zu, als er über die Entstehung der Kapelle erzählte.

Dann wurde es wieder protzig mit der Peterskirche - ich hab nur die Kuppel fotografiert.
Weniger protzig und angenehm zum Anschauen war das Innere der Malteserkirche in der Kärntner Straße:
Im Gegensatz zur Annakirche in der Annagasse:
Von dort gingen wir zur Seilerstätte und liefen in ein paar Herren hinein, die Junggesellenabschied feierten.

Und wenn wir schon bei der Seilerstätte sind, ließ ich mir nicht nehmen, mich vor der aktuellen Kulisse des Ronachers zu fotografieren:
Vernünftiger ging es dann zu, als wir die letzten zwei Stationen ansteuerten - DER Stephansdom:
Und zu guter Letzt - dort, wo ich die Sehenswürdigkeit nur bisher in der U1/U3-Station durch eine Glasscheibe bewundern konnte - die Virgilkapelle:



Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Kirchen wie an diesem Abend bewundert (zehn, hab ich gerade gezählt) - ich weiß nicht, ob ich mir so eine "Lange Nacht" wieder antun werde, da ich überzeugte Atheistin bin und der Institution Kirche eher skeptisch gegenüber stehe. Bloß, die meisten überzeugen mich einfach durch ihre Baukunst - dennoch: die schönste Kirche in Wien ist für mich nach wie vor die Borromäus-Kirche am Zentralfriedhof, die ich vor zwei Jahren im Rahmen der "Langen Nacht der Stadtwerke" bewundern konnte.

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