Mittwoch, 12. Oktober 2011

07.10.2011 - The Revival Tour 2011 in der Arena

Da die Konzerte von Chuck Ragan und The Gaslight Anthem im November 2010 bei mir nach wie vor in unvergesslicher Erinnerung geblieben sind, hoffte ich auf eine baldige Rückkehr dieser Musikanten nach Europa. In der Zwischenzeit hatte Chuck Ragan einen Fan mehr, auch wenn "Gold Country" diesen Fan nicht so begeistert hat wie "Feast Or Famine". Aber "Covering Ground" hat die leichte Enttäuschung von "Gold Country" wettgemacht...
Im heurigen Frühjahr entdeckte ich im Internet die Meldung, dass Chuck Ragan mit Brian Fallon, Dave Hause und Dan Andriano im Herbst 2011 im Rahmen der "Revival Tour" nach Europa kommen. Es gibt sogar ein Konzert in Wien - hurra! Mit so einer baldigen Rückkehr habe ich nicht wirklich gerechnet und ich kaufte mir so bald wie möglich beim LIBRO das Ticket um nichtige 24,50 Euronen.
Das Ticket - signiert von Joe Ginsberg und Dave Hause nach dem Konzert.
Am Tag X kam ich in der Arena vor der "Big Hall" an, wartete ein wenig auf den Einlass und hinein in den Foyer. Entdeckte dort beim Standl, dass das offiziell am 07.10.2011 erschienene Album der Revival-Tour-2011-Collections um 10 EUR zu haben ist - die sozialen Preise bei diesen Merchandising-Standln sind unglaublich lobenswert (war auch letztes Jahr bei den Gaslight-Anthem-Konzerten so). Album gekauft und ohne zweimal nachdenken zu müssen, nahm ich noch die "Elsie" von den Horrible Crowes mit.
Kurz nach 20 Uhr kamen die Musikanten Dave Hause, Brian Fallon, Chuck Ragan, Dan Andriano, Joe Ginsberg und Jon Gaunt auf die Bühne. Eine wunderbare Reise in die Welt des Folk konnte beginnen.
Brian Fallon, Chuck Ragan, Jon Gaunt, Dan Andriano

Dave Hause, Joe Ginsberg, Brian Fallon, Chuck Ragan
Nachdem alle Musikanten ihre Lieder gemeinsam zum Besten gegeben haben, war Dave Hause als erster mit seinem Set dran. Der Musikant schien mir leicht verrückt, aber er hat dennoch einen "Wow!"-Effekt bei mir hinterlassen. Schade, dass ich bis jetzt noch keine Scheibe von ihm besitze. Im Laufe des Abends merkte ich, dass Dave Hause der Stimmungsantreiber beim Publikum war. Tolle Stimme, tolle Darbietung, das Publikum ging mit.
Zwischendurch kamen auch die anderen Musikanten, um Dave Hause bei seinen Liedern zu unterstützen. Es war ein vergnügliches Kommen und Gehen.
Nach Dave Hause kam dann Chuck Ragan - unterstützt von Joe Ginsberg am Kontrabass und Jon Gaunt an der Geige. Beide Musikanten haben auch auf seinem aktuellen Album "Covering Ground" mitgewirkt.
Joe Ginsberg, Chuck Ragan, Jon Gaunt
Es ist schwer, das Glücksgefühl in Worte zu fassen, aber unbeschreiblich schön, dass ich Chuck Ragan mit seiner Musik nicht einmal ein Jahr später wieder sehen und hören konnte. Er spielte seine Lieder und bei "For Broken Ears" kam Dave Hause zur stimmlichen und stimmungsmäßigen Unterstüzung. Schmankerl: Der Sprung Dave Hauses von der riesigen Lautsprecherbox auf das Publikum, welches ihn auch gut auffing und sicher zur Bühne hinübertrug ;-)
Nachdem Chuck Ragan mit seinem Set geendet hat, kam Dan Andriano. Ich las in einigen anderen Beiträgen, dass dieser Musikant mit seinem Set von allen vier (plus drei) verzichtbar gewesen wäre. Diesen Beiträgen würde ich nicht unterschreiben - klar, er hat mit seinem sehr ruhigen Set die hitzige Stimmung des Publikums etwas abgekühlt bzw. heruntergeholt. Er hat uns die Möglichkeit zum Luftholen gegeben und mit diesem ruhigen Teil des Konzerts konnten wir die Darbietung von Dan Andriano besser beobachten bzw. intensiver genießen.
Ich fand Dan Andriano klasse - sicher, er hat nicht das leicht Irrenhafte wie Dave Hause, nicht die ausdrucksstarke Stimme wie Chuck Ragan und auch nicht den Typus eines Mädchenschwarms wie Brian Fallon. Überraschend war, dass Dan Andriano am Ende seines Sets sein Plektrum in Richtung Publikum geworfen hat. Dieses Plektrum landete dann gegen meine Brust und fiel auf den Boden, ich registrierte erstmal nicht, was geschehen ist. Ich wartete einige Sekunden, sah dann ganz genau nach unten und hob das Plektrum auf - meins! :-)
Gedränge im Publikum, "Oh mein Gott!" rief eine blonde Brian-Fallon-Anhängerin hinter mir, ich: "Er ist auch nur ein Mann." Sie: "Aber was für einer. Er IST Gott!" Naja, aber ich konnte ihr zumindest nicht widersprechen, dass er schon ein klasse Musikant ist. Ich, die im Gaslight-Anthem-Leibchen gekommen ist ;-)
The Horrible Crowes: Brian Fallon & Ian Perkins
Auftritt für Brian Fallon. Er nutzte die Revival Tour, um sein Projekt "The Horrible Crowes" vorzustellen, und spielte mit Ian Perkins ein paar Lieder aus dem Album "Elsie". Nachher spielte er ein paar Lieder von The Gaslight Anthem ("Blue Jeans & White T-Shirts" und "American Slang" waren wirklich schön.) und coverte Neil Youngs "Heart Of Gold/Rockin' In The Free World".
Irgendwie verging die schöne Reise viel zu schnell und zum Schluss kamen wieder alle Musikanten auf die Bühne und sangen die letzten Lieder gemeinsam.
"On The Bow" war etwas spaßig ;-)





Dan Andrianos Plektrum ;-)

Vorder- bzw. Rückseite von Dan Andrianos Plektrum
setlist.fm

3 1/2 Stunden Live-Musik vom Feinsten haben die Herren geboten - Jon Gaunt konnte mich schon letztes Jahr mit seinem Geigenspiel überzeugen, Joe Ginsberg war optisch und musikalisch eine Bereicherung und es war erfreulich, dass ich mit Ian Perkins auch die "Horrible Crowes" live hören konnte. ("Elsie" habe ich anfangs nur als kostenlosen Stream im Internet gehört, hat mich irgendwie nicht überzeugt - aber das hat sich zum Glück geändert.)
Nach dem Konzert konnte ich mir Autogramme von Dave Hause, Joe Ginsberg und Jon Gaunt auf Karte und CDs ergattern. Ich war nicht unverfroren genug, Dan Andriano hinterherzulaufen, um ihn zu sagen, dass ich sein Plektrum bekommen habe ;-)
Preis-Leistungs-Verhältnis? Also, die Herren sind wirklich mehr als nur 24,50 EUR wert. (Wenn ich an das Ostbahn-Kurti-Konzert mit den - zu meinem Glück - gesponserten 50 EUR denke...)

Kommentare:

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  2. Das "student." eventuell weglassen, hab mich verschrieben. Lg

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