Mittwoch, 19. Oktober 2011

13.10.2011 - Thees Uhlmann in der Szene Wien

Pflichttermin für alle Exil-Deutsche in Wien und Umgebung?
Zumindest hat mein Simmeringer Begleiter dies heraushören können.
Dank meiner angeborenen Schwerhörigkeit (oder weil ich sooo tolerant bin?) höre ich die sprach-klanglichen Unterschiede nicht, wenn ich in Wien bzw. in Österreich bin - sie fallen mir nur wirklich auf, wenn ich in den Genuß komme, in meiner Heimat Erfurt Urlaub zu machen. ("Die Leute sprechen so lustig." - So ähnlich habe ich vor acht Jahren über die Österreicher gedacht, aber die Zeiten ändern sich...)

Egal, woher das Publikum stammt ... es war verdient. Thees Uhlmann & Band haben auch ein verdient klasse Konzert gegeben. Dank zwei Vorgruppen war das Set (es gibt bisher auch nur ein Soloalbum von ihm) relativ kurz, aber die hatte es in sich.

Nach 22 Uhr kamen Thees Uhlmann und Band auf die Bühne und legten mit meinem Lieblingslied, "Römer am Ende Roms" los. Nach dem letzten "Even though we are dancers in the dark" und Schlussakkorden konnte ich erst meine Kamera hervorholen - bei gewissen Liedern sollte man einfach das Knipsen lassen und sich der Musik hingeben!
Weiter ging's in Springsteen'scher Manier mit "Das Mädchen von Kasse 2" - erinnert sehr stark an "Queen Of The Supermarket" von Bruce Springsteen auf dem Album "Working On A Dream". Thees und seine Bandkollegen rockten pausenlos ab - vor allem der etwas ungelenkige Tanzstil des Sängers hatte etwas für sich ;-)




Gespielt wurden alle Lieder aus seinem überaus empfehlenswerten Solo-Album "Thees Uhlmann", von seiner ehemaligen Band "Tomte" gab das Lied "New York" zu hören, wobei das textsichere Publikum laut und problemlos mitsang.
Aus "Paris im Herbst"...

... wird "Wien im Herbst".
Sehr schön war das Akkordeonspiel vom Schlagzeuger bei "Paris im Herbst", welches Thees zum Schluss passend zur Jahreszeit in "Wien im Herbst" umbenannte.
Als Zugabe gab es noch einmal "Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf", wobei dieses "Uuuuuhhhh" endgültig zum Ohrwurm geworden ist (ich höre es immer noch ;-) - nach dem Abgang aller von der Bühne und teilweise Abbau der Instrumente hatte das Publikum immer noch nicht genug und tatsächlich, nach ca. zehn Minuten kam Thees mit der Gitarre wieder hinaus:
Daraus wurde ein sehr schönes "Die Schönheit der Chance" - mehr gesungen vom Publikum als vom Sänger selbst.
Es war mein erstes Konzert von Thees Uhlmann, ich war sehr positiv beeindruckt, wie er sich von Anfang bis Ende verausgabt hat - nachher stand er auch für Autogramme zur Verfügung. Alles in allem: ein schönes, klasse Konzert; es hat Spaß gemacht; einfach 1A!
Artikel auf Vienna Online

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