Montag, 19. November 2012

2. bis 5. November 2012 - Berlin Takes My Breath Away

Der Titel ist ... ja, erraten! - eine Anspielung auf das One-Hit-Wonder "Take My Breath Away" von der Band Berlin. Fast so alt wie ich, ist das Lied dennoch zeitlos schön und die Stadt raubt mir immer noch den Atem...
Seit ich auf der Welt bin, bin ich fast jedes Jahr in Berlin gewesen, aber Berlin im Herbst habe ich noch nie erlebt. Doch heuer war es so weit. Ich verband meinen Kurzurlaub mit einem Konzert von The Gaslight Anthem in der Berliner Columbiahalle.
An und für sich fliege ich nicht gerne, aber für die Anreise von Wien nach Berlin blieb mir nichts anderes übrig, als Flüge hin und retour zu buchen. (Mit dem Zug hätte ich eine Weltreise via Tschechien machen müssen und die Bahngesellschaften haben leider vor wenigen Jahren den Donau-Spree-Kurier eingestellt...)
Aber worauf Klein-Sori stolz ist: Ihr ist es gelungen, selbständig zum Flughafen Wien-Schwechat zu fahren, selbständig einzuchecken, selbständig am richtigen Gate zu sein und dementsprechend im richtigen Flugzeug zu sitzen. Das gleiche gilt auch für den Rückflug von Berlin-Tegel nach Wien. (Aber warum ist sie dann in das Flugzeug eingestiegen, wenn's so schön war in Berlin???)

2. November 2012 - Abflug und Konzerte
Das neue "Check-in 3" am Flughafen Wien-Schwechat


Vorfreude und Spannung steigen...
Der Flug nach Berlin ist problemlos gegangen, ich freute mich riesig, als ich kurz vor der Landung durchs Fenster den Fernsehturm entdeckte (Wir würden auch in der richtigen Stadt landen!) und die Anfahrt zum Hotels via öffentliche Verkehrsmittel verlief auch problemlos. Kaum im Hotel eingecheckt, verschwand ich schon in Richtung Oranienburger Str. zum Ramones-Museum beim Solo-Gig von Dave Hause. Wie ich dann über Umwege zur Columbiahalle kam, wurde in diesem Bericht schon ausführlich erwähnt.
Die Rückfahrt zum Hotel verlief weniger problematisch und nun konnte ich mich auf zwei Tage Berliner Kultur freuen.

3. November 2012 - Pergamon-Museum und andere Sachen
Manchmal - ich bin ein eher unspontaner Mensch - liebe ich Zufälle. Dieser Zufall bestand daraus, dass meine fränkischen Freunde Thomas und Henry (Bruce München 2009 oder Gamlitz 2010 oder Ostbahn XI 2011 oder Bruce FFM 2012) das Wochenende auch in Berlin weilten und so vereinbarten wir, gemeinsam das Pergamon-Museum zu besuchen - hier an dieser Stelle noch einmal (und immer wieder) vielen vielen vielen Dank, dass Ihr im Internet die Eintrittskarten reserviert habt - die Warteschlangen waren geradezu beängstigend!


Ischtar-Tor

Nach dem Museumsbesuch - war sehr interessant und hat meine Erinnerungslücken ein wenig aufgefrischt (Das erste und vorläufig letzte Mal war ich im Juni 1998 mit meiner Schulklasse dort - scheiße, bin ich alt!) - wurde Zeit für ein g'scheites Mittagessen und so schleppten mich die beiden Herren in ein geniales französisches Lokal in der Nähe von der S-Bahn-Station Oranienburger Str. ab. Von außen unauffällig, schlichte Einrichtung, keine wirkliche Speisekarte, das Menü wurde vom sehr netten Wirten vorgelesen und das Essen war einfach ... genialst!
Da Thomas und Henry ihr Junggesellendasein frönen wollten, verabschiedeten wir uns - die beiden Herren machten ein paar Bierlokale mit Sky-TV-Empfang (Fußball) unsicher, fuhr ich zum Alexanderplatz und MUSSTE im viba-Geschäft (in Berlin nur im Einkaufscenter "ALEXA" verfügbar) ein paar Süßigkeiten kaufen - ja, da geht die Thüringerin in mir durch!
Das Foto ist meiner Mama gewidmet - während ihrer Jugendzeit war die Weltzeituhr DER Ort für ein "Treffen wir uns dort...?".
Nach ein wenig Shoppen (im SATURN nahm ich noch die "Zwischen den Runden" von kettcar mit) erlebte ich ein verregnetes Berlin und überlegte, dass das Madame Tussaud's eine gute Möglichkeit wäre, im Trockenen zu sein. Dort angekommen, sah ich, dass ich laut Tafel 40 Minuten bis zum Einlass warten müsste ... das war mir wiederzum zu blöd und ich entschloss mich, zurück ins Hotel zu fahren.
Im Hotel ruhte ich mich ein wenig aus und beschloss, dem Griechen einen Besuch abzustatten. Das Lokal auf der Prenzlauer Allee kannte ich damals von den Besuchen mit meinen Eltern und wir sind dort immer sehr gut bedient worden. An diesem Abend betrat ich ein ziemlich bummvolles Haus, aber ein Platz war dennoch frei und ich bin wieder tadellos bedient worden! Hut ab - ich freue mich auf den nächsten Besuch!

4. November 2012 - Siegessäule und Filmmuseum
Die Goldelse näher zu betrachten, stand ganz oben auf meiner "Noch-Nicht-Erlebt-In-Berlin"-Liste. An diesem Sonntag hatte ich endlich die Gelegenheit und das Wetter hat prima gepasst. Nach einem guten Frühstück in einem englischsprachigen Café (noch nie ein so gutes Schinken-Käse-Toast gegessen!) nähe Hotel ging ich zu Fuß zur S-Bahn-Station Hackescher Markt und fuhr mit der Bahn nach Tiergarten. Auf der Straße des 17. Juni spazierte ich in Richtung Siegessäule.


Die Love Parade ... das waren noch Zeiten (1999 und 2000 dabei).


Das Kaiser Wilhelm-Denkmal.

Einfach goldig, die Else.


Von dort spazierte ich durch den wunderschönen Tiergarten und kam kurz beim Reichstag an, überlegte einen Besuch im Kuppel, unterließ es aber (die Menschenschlangen schon wieder), ging weiter zum Brandenburger Tor und dachte mir, wenn ich schon einen gültigen 48-Stunden-Fahrschein habe, dann fahre ich auch mit der überflüssigsten U-Bahn-Linie Berlins. Die U55 befährt nur drei (ja, drei) Haltestellen Brandenburger Tor - Bundestag - Hauptbahnhof.
Tiergarten




Reichstag im Herbst


Abgang zur U55


Optisch schon ansprechend...

Am Lehrter Bahnhof angekommen, nahm ich die S-Bahn Richtung Zoo und marschierte zum Kurfürstendamm. Weil ... gibt es in einer Stadt ein Hard Rock Café, ist ein Besuch bzw. ein wenig Shoppen un-ver-meid-lich! Ich erstand diesmal nur ein Halstuch und ein hübsches Stamperlglas. Zur Mittagszeit kehrte ich im Maredo am Ku'damm ein.


Warum ist dieses Cover viel schöner als das von meiner Einstiegs-CD?

Kurfürstendamm
Eine weitere kitschige Angewohnheit von mir ist der obligatorische Besuch beim Café Kranzler, wenn ich in Berlin bin. Auch wenn ich im Maredo eine nicht unbedingt kleine Portion gegessen habe, verdaute ich mein Essen bei einem Spaziergang und sorgte mich eher darum, ob ich einen Platz beim Kranzler finden würde.
Das Neue Kranzler-Eck

Die Kranzler-Torte... göttlich!
Nach dem vielen Essen war wieder etwas Kultur angesagt, aber vorher musste ich ein wenig Schokoladenkultur erleben und fuhr zur Ritter Sport Schokowelt auf der Französichen Straße und schloss mein Kulturprogramm mit einem Besuch im Filmmuseum am Potsdamer Platz ab.
Ritter Sport Schokowelt

Vorweihnachtsstimmung am Potsdamer Platz

Wien lässt aber auch nicht los...

Spiegelinstallation im Filmmuseum
Der Besuch im Filmmuseum war sehr interessant, auch wenn der Fokus mehr auf die Ära zwischen den beiden Weltkriegen gerichtet ist. Beim Verlassen dieses Museums schüttete es sehr heftig in Berlin und den Abend schloss ich mit einem appetitlichen Baguette, einer Flasche Schultheiss und gutem Buch im Hotel ab.

5. November 2012 - Abflug
Was ich mir wünsche: Die U-Bahn-Station Osloer Straße bitte für die Fremden etwas erklärlicher beschriften, wo nun wirklich der Ausgang zur Bushaltestelle ist, dessen Bus auch zum Flughafen führt.

Nun ging's wieder zurück nach Wien, zurück in den Alltag...

Motivationshilfe beim Fotos aussuchen, bearbeiten, einfügen und überhaupt beim Schreiben: kettcar live in Kassel, 12. Dezember 2008.

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