Donnerstag, 31. Januar 2013

28.01.2013 - Frank Turner & Dropkick Murphys, Bank Austria Halle Gasometer, Wien

Dass ein Kalenderjahr schon im ersten Monat musikalisch einschlägt, erlebte ich seit Bruce Springsteens "Working On A Dream" in 2009 nicht mehr.
Heuer war es zum Glück anders.

Ich schreibe von den Dropkick Murphys.

Seit Bruce Springsteens Mitwirkung zu "Peg O' My Heart" in 2011 waren mir die Murphys ein Begriff, aber ich beschäftigte mich nicht näher mit ihrer Musik. Mir war lieber, im Sommer 2011 die Musik von Frank Turner zu entdecken ("England Keep My Bones") und DEN Musikanten wollte ich live sehen, aber zwei Gelegenheiten in Wien (Dezember 2011, krank und Juni 2012, Prüfung) ließ ich aus.
Im vergangenen Herbst las ich, dass Frank Turner und die Murphys im neuen Jahr gemeinsam auf Europatournee gehen würden und auch in Wien Station machen. Frank? Oh ja! Dropkick Murphys? Weiß nicht so recht...

Am 11.01.2013 erschien offiziell das Album "Signed And Sealed In Blood" von Dropkick Murphys. Ich hörte das Album noch am selben Tag als kostenlosen Stream auf einer Webseite. Einmal das Album anhorchen war zu wenig. Ich musste an diesem Tag für eine Prüfung lernen und konnte dennoch nicht von diesem Album loslassen, besonders der Opener "The Boys Are Back", "Rose Tattoo" und "End Of The Night" haben mich in den Bann gezogen. Also bei amazon das Album als mp3-Download zum "Neu-für-5-EUR"-Preis gekauft und weiter gehört und mein Entschluss stand fest: Kauf Dir die Karte und gib Dir das Konzert!

Am Montag, 28. Jänner war es dann soweit:
Da ich ungefähr erahnen konnte, wie das Publikum ticken würde, hielt ich mich im Hintergrund auf und hatte dennoch einen guten Blick auf die Bühne. (Und ich danke meinen harten Kontaktlinsen für den scharfen Durchblick!)
Die erste Vorgruppe namens "Tommy Gun" aus Niederösterreich war für eine Vorgruppe ok, ich meine, wer einmal die Blood Red Shoes erlebt hat, verkraftet locker alle anderen Vorgruppen.
Nun kamen endlich Frank Turner und seine Band "The Sleeping Souls" auf die Bühne und ich - mit drei Alben von ihm gut ausgestattet - freute mich über "If I Ever Stray", "The Road" war genialst, "Glory Hallelujah" ... "There's noooooooooooooo God!" - so inbrünstig können nur Atheisten diese Zeile singen! - und "Photosynthesis" als sogenanntes "Must Have" bekamen wir an diesem Abend. Frank Turner und seine Band waren live wirklich klass', wirklich schade, dass ich die zwei vorherigen ins Auge gefassten Konzerte ausgelassen habe ... umso mehr freue ich mich auf die nächste Chance!
Frank Turner & The Sleeping Souls

Das Publikum wurde von Frank Turner sehr gut versorgt, dennoch skandierte die Menge ein "Let's Go Murphys!", als die Bühne umgebaut und für die Jungs aus Boston freigemacht wurde.
Nach einem folkigen Intro hieß es wirklich: "Let's Go Murphys!"
Erwartungsgemäß begannen die Musikanten mit "The Boys Are Back". Da ich eigentlich nur das aktuelle Album und "Peg O' My Heart" kenne, war ich eine absolute Greenhorn bei diesem Gig, aber ich war wirklich begeistert, wie gut die Truppe um den singenden Bassisten Ken Casey live drauf waren. Im Nachhinein erfuhr ich, dass der eigentliche Sänger der Murphys, Al Barr, wegen hohem Fieber nicht auftreten konnte. Aber Kens Performance fand ich super und auch positiv, dass er sehr oft die Nähe zum Publikum gesucht und auch mit ihnen gesungen hat.

Mein Herz als Springsteen-Fan schlug höher, als Ken erwähnte, dass Springsteen mit ihnen "Peg O' My Heart" eingespielt hat und die Murphys spielten auch das Lied live (wenn auch ohne den Boss). Für "Dirty Glass" holten sie ein Mädchen aus der ersten Reihe und sie sang das Lied fehlerfrei, was ich an Kens anerkennendem Blick sehen konnte.
"Dirty Glass"
Nachher kündigte Ken "Rose Tattoo" an und ich konnte einmal Oberfan spielen und sang bei diesem Lied lauthals mit.
Aufgrund schlechter Erfahrungen mit der Garderobe und dem Zeitdruck (Die U3 wartet nicht.), sah ich mich dazu gezwungen, den Ort des Geschehens früher zu verlassen, damit ich in aller Ruhe heimfahren konnte - doch bevor ich dies tat, kaufte ich mir noch am Merchandising-Standl die physische Ausgabe (= CD) der "Signed And Sealed In Blood". Gut möglich, dass in meiner Musik-Sammlung die Liste der Dropkick Murphys-CDs länger werden könnte...
Auf jeden Fall können die Jungs beim nächsten Mal mit mir rechnen!

Was für ein musikalischer Jänner!

1 Kommentar:

  1. Danke für den Bericht! Das Mädchen aus der ersten Reihe, das The Dirty Glass gesungen hat, ist meine Tochter, und ich war diesmal leider (zum ersten Mal seit vielen Jahren) nicht auf dem Konzert...falls irgendwo ein Video auftaucht, ich würd mir einen Haxen abfreuen.

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