Sonntag, 17. Februar 2013

16.02.2013 - Harry Ahamer im Wiener Brut

Fast ein Jahr nach der offiziellen Veröffentlichung von "ZUWA" - über die CD-Präsentation im Wiener Metropol berichtete ich hier - hatte ich Gelegenheit, Harry Ahamer rein solo in einem Lokal in netter Atmosphäre zu erleben.

Ich möchte den Bericht nicht unbedingt mit Lobhudeleien auffüllen, aber was dieser Mann gestern mit seinen zwei Gitarren und seiner Stimme geliefert hat, war unschlagbar. Er heißt "Ahamer" und er ist "a Hammer"!

Harry kündigte an, dass der Abend eine Mischung aus Liedern von seinen (bisher) zwei Mundart-Alben, neuen Liedern und Covers bieten wird. Die gute Nachricht ist, dass von ihm ein drittes Mundart-Album kommen wird.
Mit "De Nocht is mei Tankstö" führte er uns in den Blues ein und ging zu "Blau" über. Nachdem er "ka Zeid valian wü", überzeugte er uns mit seiner akustischen Variante von dem ansonst so klasse funky-esken Lied "I wü nua mei Ruah". "1969" zelebrierte Harry so extensiv, dass er nach diesem Lied begann, seine Helden zu spielen: "My My, Hey Hey" von Neil Young und "Don't Think Twice, It's All Right" von Bob Dylan. Nach "Jeda soi so duan wia wü" und dem schon obligatorischen, weil sehr hinweisend, "Tschick tscheckn" ging es in die Pause...
Westbahnmäßig ging es mit dem beschwingt-fröhlichen "I valieb me vü zu leicht" und Harry ließ dann den Versuchsballon aufsteigen und er präsentierte uns sein erstes neues Lied. Er meinte noch, dass das Lied nicht unbedingt auf das neue Album kommen müsste, der Text könnte noch geändert werden und so weiter. Außerdem hatte Harry diesen noch nicht gut eingeprägt und dieser Text war auch  noch zu klein abgedruckt - aber wozu gibt es treue Fans aus der ersten Reihe? Eine Dame hielt ihm den Text vor die Nase :-) und nachdem Harry einen beeindruckenden Mittelteil spielte und das Publikum dies mit Johlen honorierte, rief Harry, dass das Lied auf das Album kommen wird.
Nach "Ka Zeid" berührte uns Harry mit "Koid" und spielte darauf wieder ein neues Lied, dessen Titel ich leider nicht so gut herausgehört habe, aber die druckvolle Nummer wird sicher auf das dritte Album kommen. "Hoi me" war für mich auch ein Hit des Abends, das Lied gehört zu meinen weniger Lieblingsliedern auf "ZUWA", aber wie Harry das Lied nur mit seiner akustischen Gitarre rübergebracht hat, war wirklich top! Vielleicht ist weniger oft mehr?
Kaum mit "Hoi me" aufgehört, gelang Harry eine klasse Überleitung zu "Freedom" und einem Cover von den Neville Brothers. Nach "Steh auf" und "Iagendwonn iagendwie" stimmte er sein Loblied auf den Funk und auf seine Band, "weltberühmt in Oberösterreich, Salzburg und Wien", die Hot Pants Road Club, und spielte "Gib mir den Funk" - nein, ich will's gar nicht beschreiben, wie klasse das war, nur mittels Akustikgitarre und kraftvoller Stimme ein so dermaßen funkiges Lied sprühen zu lassen!

Konzert aus. Harry musste wieder Tschick tscheckn. Nach "Zugabe"-Rufen kam er wieder und spielte noch ein weiteres neues Lied (hat etwas mit Wochenende zu tun) und lieferte uns dann zwei geniale Coverversionen von Eric Claptons "Change The World" (selber schuld, wer nicht dort war) und Jimi Hendrix' "Hey Joe", wobei sein Gitarrensolo zum Niederknien war.
Das treibende Gitarrensolo bei...

"Hey Joe".

Aus diesen "förmlichen" Zetteln wurden...
... "Schummelzettel" für diesen Bericht.
... bleibt mir nur noch eines zu sagen/schreiben:
Ich freue mich auf das nächste Mal!

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