Montag, 30. September 2013

28. und 29. September 2013 - 25std.mund.art.wien im Porgy & Bess

Sind 25 Stunden machbar? Das Porgy & Bess hat durchgehalten! Ich war nicht wirklich bereit, an die Grenze meiner körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit zu gehen - schließlich musste ich heute wieder in die Arbeit. Trotz einer kleinen und einer großen Unterbrechung machte ich die Konzertreihe mit - und sie hat sich auf alle Fälle ausgezahlt.
Die Vorfreude steigt.
Der Moderator der (vermutlich) ersten Hälfte: Rainer Krispel.
15:00 Uhr Die Strottern
Den Anfang im (leider) noch spärlich besuchten Saal machten "Die Strottern" - dennoch ein gelungener Auftakt eines bestens zueinander aufgespielten Duos.

16:00 Uhr Duo Emersberger & Hojsa mit Tini Kainrath
Kamen bei mir leider nicht so gut an - humorvoll war die Grimassenschneiderei von Tini Kainrath, als sie dem Tontechniker deuten will, dass das Klavier klangmäßig mies sei.

17:00 Uhr Bohatsch & Skrepek
Deswegen besuche ich ja auch die Konzertreihe! Musikanten, die mir vom Namen her bekannt sind, aber noch nie erlebt habe - in diesem Rahmen kann ich sie gleich "abhaken" - aber abgehakt sind für mich die beiden Herren nicht. Auf die Merkliste gesetzt!

18:00 Uhr [rema'su:ri]
Ja, darauf habe ich mich gefreut, bin auch im entsprechenden Gewand gekommen. Zu diesem Zeitpunkt hat sich der Saal auch merklich gefüllt und das Wirtshaus hat erfreulichen Applaus bekommen. Dank der Ergebnisse von der gestrigen Wahl habe ich nun mit "Austrian Way Of Singin' The Blues" einen Ohrwurm eingefangen...

Eine Pause war nun notwendig - diese nutzten wir mit einem Spaziergang in den touristenüberfüllten ersten Bezirk und kamen auf einen großen Schwarzen und Apfelstudel ins Café Hawelka.

21:00 Uhr Agnes Palmisano Trio
Nun, Sängerinnen generell und schon gar Dudlerinnen sind nicht mein Fall. Aber der Auftritt von Agnes Palmisano mit ihren Musikanten war positiv-erfrischend.

22:00 Uhr Martin Spengler & die foischn Wiener
Ein starker Auftritt - diese Formation muss man einfach wiedersehen und wiederhören!

23:00 Uhr Sterzinger Experience
Ernst Molden hat oft "Sterzinger" erwähnt und von ihm geschwärmt... und nun weiß ich es auch. Von den "neuen" Musikern waren "Sterzinger Experience" für mich der Höhepunkt des Konzertreigens. Ich kann es noch nicht mit Worten beschreiben, hier gilt einfach: Hingehen, hinschauen und hinhorchen!

24:00 Uhr Ernst Molden & Walther Soyka
Von der Vorstellung "Hafen Wien" aus dem Rabenhof-Theater gekommen, läuteten Molden & Soyka den Sonntag ein. Ich weiß nicht, ob ich "vü föd ned" in einer jemals schöneren Version als in dieser Nacht gehört habe.

Eigentlich hatte ich vorgehabt, noch eine weitere Stunde zu bleiben - aber die Müdigkeit übermannte und ich wollte auch wiederkommen und möglichst bis zum Schluss bleiben.

Was noch loszuwerden ist:
In jeder Stunde haben wir Gäste Gelegenheit für 20 Minuten Pause. In jeder Stunde. Zeit genug, um den menschlichen Bedürfnissen nachzugehen (Häuserl, Rauchen und ähnliches).
Ist es daher nötig, dass während der Konzerte Bestellungen für Getränke und Essen aufgegeben werden bzw. dass die Kellner während der Vorstellungen durch den Saal gehen müssen, um die Getränke bzw das Essen zu bringen?
Bei einer Vorstellung, die drei Stunden mit einer Pause dauern würde, sehe ich es noch ein. Aber nicht bei diesen angenehmen zeitlichen Vorgaben.

10:00 Uhr Trio Alt Wien
Nicht wirklich meins, aber ich fand ihren Auftritt gelungen.

11:00 Uhr wienerglühn
Dass der Sonntag Vormittag tatsächlich im Zeichen des Wiener Mundart stand, erforderte bei meinen Ohren (sowohl verkrüppelt als auch deutsch) höchste Konzentration. Sympathisches Trio, welches auch beim Publikum gut ankam.

12:00 Uhr Trio Lepschi
Ich habe mir schon seit wenigen Jahren vorgenommen, mir das Trio anzuschauen, aber irgendetwas kam immer dazwischen. Aber an einem Sonntag Mittag und in diesem Rahmen klappte es. Hat wirklich Spaß gemacht, ich schaue mir die Herren sicher wieder an.

13:00 Uhr Soyka & Stirner
Auch wenn nicht Mundart gesungen wurde, der Auftritt von Soyka & Stirner kam mir gerade recht. Eine willkommene Abwechslung zu den vorherigen Konzerten. Einfach zurücklehnen und hinhorchen.

14:00 Uhr Billisich & die derrische Kapelln
Perspektivenwechsel und auf der Empore war der Klang auch besser. Eva Billisich sah ich vergangenes Jahr mit wienerglühn in der Arena Bar, meine Begeisterung war noch etwas abwartend. Aber dieses Mal genoß ich den starken Auftritt von Eva Billisich mit ihrer derrischen Kapelln. Wiedersehen ganz sicher nicht ausgeschlossen.
15:00 Uhr Der Wiener Beschwerdechor
Dieses etwas andere Chor läutete das Finale ein. Sehenswert...

Richard Weihs, der andere Moderator mit den Hinterlassenschaften des Wiener Beschwerdechores.

Ich habe zwar nur 14 "Konzerte" gemacht. Dennoch fühlte ich mich nachher ein wenig zerschlagen und beim Heimfahren stieg ich bewusst eine Station vorher aus, damit ich den Rest des Weges zu Fuß zurücklegen konnte. Dabei habe ich innerhalb dieser 25 Stunden sogar mehr Kaffee als Bier getrunken. Die Idee und das Konzept (Danke, Friedl Preisl!) finde ich super. Man hat die Möglichkeit, zu einem sehr günstigen Preis (25 EUR) eine Vielfalt an Wiener Mundartmusik kennenzulernen.

Sollte es irgendwann eine Wiederholung geben, ich bin sicher wieder dabei...

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