Sonntag, 24. August 2014

22. und 24. Juni 2014 - [rema'su:ri] im Doppelpack

Am Montag, 30. Juni 2014 schrieb ich folgendes:
Will ich überhaupt einen Bericht schreiben?
Ich gebe gern zu, dass ich einige meiner veröffentlichten Beiträge sehr mag, dass ich sie immer ganz oben auf der Startseite stehen lassen möchte.
Und in meiner Abhandlung über "Stolen Car" habe ich mich nach und nach verliebt - schwer verkraftbar, dass dieser Text nun einem neuen weichen muss.

Der Dame und den Herren aus dem Wirtshaus wünsche ich vorab einen schönen Urlaub und ich danke der Partie für die zwei schönen Konzerte (und überhaupt) mit diesem Bericht. Mal sehen, was herauskommt: [Als ob ich es schon geahnt hätte, da rollt doch die nächste Schreibblockade heran.]

22.06.2014 - Bamkraxler, 1190 Wien
Mein drittes Mal [rema'su:ri] im Bamkraxler und das erste Mal unter freiem Himmel (bevor wir noch vergessen, was "open air" auf gut Deutsch heißt).
Unser Tisch war in Hinblick auf die Bühne nicht der optimalste, aber es war der schattigste und das war an diesem recht warmen Tag nur sehr recht für die gesellige Runde von zehn Leuten.
Das Konzert gestaltete sich "Pinsch"-lastig - zwei bis drei Lieder aus diesem Album wurden nicht gespielt, wenn mich die vielen Augustiner nicht trügen.


Wieder irritierend, dass der Abend mit "Soi des jetzt ois g'wesen sei" eröffnet wurde. (Das tat die Partie auch am 16. Mai 2014 beim Stadt.Fest.Wien.) Nichts gegen das Lied, es gehört zu den stärksten auf "Pinsch", aber müssen Konzerte mit so einem Lied eröffnet werden? Oder soll das Lied Mut machen? Trotz trauriger Klangfarbe gestaltet sich der Schluss des Liedes mutig, optimistisch, zuversichtlich - der Mann bricht aus seinem tristen Ehedasein aus, er steigt auf's Gas und schwört sich, dass das nicht alles gewesen ist. (Genau, ein "stolen car" kann man auch stehen lassen!)
Der Höhepunkt war Frau Maries Darbietung von "alanech fia dii". Nach Willi R., Hansi L. und Christoph M. höre ich das Lied in einem anderen (stimmlichen) Gewand und es verzaubert mich immer wieder auf das Neueste.
Ein sehr schönes Konzert an einem lauen Sonntagabend, Publikum großteils aufmerksam (abgesehen von den Störenfrieden am Nebentisch, die aber zum Glück sehr bald das Weite gesucht haben), die Partie hat es auf der recht kleinen Bühne geschafft, keinen einzigen Stammgast zu erschlagen bzw von der Anhöhe zu stoßen und klangmäßig hatte ich nichts auszusetzen. Ich bin für eine Wiederholung.

23.06.2014 - und nun zu etwas ganz anderem...
Lief ich auf dem Weg zur Arbeit dem Wirten in einem "GEMMA!"-Leiberl hinein und bedankte mich bei ihm für das schöne Konzert vom vergangenen Sonntag. Zugleich kündigte ich ihm auch mein Kommen für das Konzert im Theater am Spittelberg an.
Fünf Minuten später wurde ich (schon mit einem breiten Grinsen im Gesicht, weil... Insider wissen es eh.) von einer Kollegin angesprochen, die uns gesehen hat, wer der Herr sei und sie merkte an, dass er ganz fesch sei... so, Christoph, Lob gebe ich gern weiter.

24.06.2014 - mit Harlequin's Glance im Theater am Spittelberg, 1070 Wien
Der Abend [so weit kam ich tatsächlich mit meinem Fragment am 30. Juni 2014] war ganz nett. Ich hätte mir die Alleinstellung von [rema'su:ri] im Theater am Spittelberg gewünscht. Bei mir hat die Symbiose aus "2 Weltsprachen - 2 Weltbands" nicht so ganz gewirkt. Aber der Reihe nach:
Das Wiedersehen mit dem Wirten wurde seinerseits mit einem "Long time no see" kommentiert ;-)
Ich fürchtete mich vor einem dritten Mal "Soi des jetzt ois g'wesen sei" als Opener.
Nein, stattdessen mussten wir uns von den Sitzen erheben, Hand aufs Herz legen, DIE Hymne wird angekündigt und endlich spielten sie nach langer Zeit wieder "Austrian Way Of Singin' The Blues".
Überhaupt gestaltete sich die Liederliste an diesem Abend anders als im Bamkraxler (und leider verkürzt). Nachdem Frau Marie ihre (vermute ich) Generalprobe im Bamkraxler bestanden hat, konnten die Spittelberg-Besucher in den Genuss von "alanech fia dii" kommen.
Das von mir "gefürchtete" Lied wurde sogar mit Klavierbegleitung gespielt. Gernot Feldner, Sänger von Harlequin's Glance, gab sich die Ehre, das Lied an den Tasten zu verstärken.
DIE Hymne!

"alanech fia dii"

Mit Gernot von Harlequin's Glance bei "Soi des jetzt ois g'wesen sei".
Nein, Harlequin's Glance möchte ich nicht unbedingt madig machen, die Spielfreude und instrumentale Vielfalt der Band sind beeindruckend, aber vielleicht, weil [rema'su:ri] zuerst an der Reihe waren und ich mich im Zustand fortgeschrittener Müdigkeit befand, außerdem wird das Bierangebot im Theater am Spittelberg immer bescheidener: Jahrelang genoss ich den Ottakringer, gab es letztes Jahr den "Dreh-und-Trink"-Zipfer (Danke M. für die legendären Worte!) und heuer haben sie ein anderes Bier im Angebot, der Schock muss so groß gewesen sein, dass ich es wieder vergessen habe, welche unsägliche Marke angeboten wird.
Aber ich schweife schon vom Thema ab... die Musik von Harlequin's Glance kam mir an diesem Abend nicht neu und altbekannt vor. Macht der Sänger etwa auf Tom Waits? Das kann doch keiner... außer Tombeck, aber der bleibt auch noch authentisch dabei.

Innerlich müde von anderen Angelegenheiten beschloss ich, nicht bis zum Schluss zu bleiben. Ich ging noch vor dem Zugabenblock (anhand der später veröffentlichten Fotos dürfte ich das Gastspiel der Partie bei Harlequin's Glance verpasst haben) und habe mir seitdem vorgenommen, [rema'su:ri] für die Konzerte mit einem Bericht zu danken. Naja, (immer noch) zuviel Arbeit, Fussball-WM, ein paar private Sachen waren wichtiger und ich schließe den Bericht mit einem treffenden "Gut Ding braucht Weile!" ab.
So jungfräulich ist die Hymne auch wieder nicht, owa des bassd schon.

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