Montag, 22. September 2014

19.09.2014 - Harry Ahamer im Event Cafe

Ich werde mich kopfüber in diesen Bericht stürzen.
Oft bringe ich bei meinen Berichten eine handschriftliche Rohfassung in einem Textverarbeitungsprogramm zu einer leserlichen Version und die finale Version wird dann mit kleinen Änderungen hierher kopiert.
Selten schreibe ich meine Urversion gleich an einem Textverarbeitungsprogramm. Und noch seltener gleich hier auf blogspot.com.

Oft habe ich (zu viele) Ideen, aber die wenigsten werden realisiert. Und weil das Konzert so gut war, wollte ich darüber schreiben. Aber es wäre an den Fotos gescheitert. Ich habe mich an diesem Abend kaum bemüht, ansprechende Fotos zu machen, weil ich doch lieber das Konzert genießen wollte. Aber eine spärliche Auslese werde ich Euch antun, damit Ihr eine annähernd bildhafte Vorstellung von diesem Konzert habt.

Dass Harry "a Hammer" ist, habe ich versucht, in diesem 2012er Beitrag zum Ausdruck zu bringen. Und ohne Band ist er genauso stark, hier der andere Versuch aus 2013.

Laut Programm wurde das Konzert im Duo mit dem Pianisten Markus Marageter angeboten, ich konnte mir Hoffnungen auf "Wundasche" machen. Diesen Wunsch deponierte ich auch den beiden Herren gegenüber, als ich vor Konzertbeginn mich unverschämterweise in ihrer Nähe Platz nahm, um mein Bier zu trinken. Die Anwesenheit von Matt Baumann brachte mich gar nicht auf die Idee, dass er sich auch musikalisch dazugesellen würde.

Es war aber so. Ein Duo-Konzert, dessen Großteil der Lieder vom Band-Bassisten Matt Baumann verstärkt und bereichert wurde.

Harry Ahamer und seine Mitstreiter lieferten uns begeisterungsfähigem Publikum einen Ausschnitt aus seinen zwei Solo-Alben und ein paar neuen Liedern. ("Nullhirnrunde" ist zwar seit einundeinhalb Jahren neu, aber ich hoffe sehr auf ein weiteres Mundart-Album.) Tribut an Neil Young und der für Harry Ahamer prägenden Musikrichtung wurde mit "Hey Hey, My My" gezollt.

Das Spektrum seiner Lieder umfasst auch den Bereich der menschlichen Emotionen. "Ruaf jetzt o" erinnert an Wünsche, wer will sich nicht einmal "Blau" machen? Die Farbe vermittelt auch eine gewisse Stimmung und sie lässt sich gut in "De Nocht is mei Tankstö" beschreiben. Radio Burgenland spielt (Ich schwanke zwischen "Frechheit!" und "Immerhin!") zwischen zwei und vier Uhr in der Früh "Iagendwonn iagendwie" - zum Glück bekommen wir das Lied auch zu einer moderateren Uhrzeit zu hören. "Es ghead amoi xogt", dass ich auch froh bin, dass es solche Musiker wie Harry Ahamer gibt. Berührend wird es mit "Koid" und "I wü ka Zeid valian", "Tschick tscheckn" ist DAS Pauseneinleitungslied schlechthin.

In der zweiten Hälfte kam etwas mehr Bewegung in das Konzert, in "Steh auf" fiel es mir schwer, sitzenbleiben zu müssen und so konnte ich für den Rest des Liedes zur Bar gehen, um mir ein weiteres Bier holen und gleich dort stehenbleiben, um mich ein wenig zum Lied zu bewegen - immerhin bin ich aufgestanden. In "Gib ma den Funk" und "Hoi me" sah ich die begeisterungsfähige Tänzerin wieder, die ich am 3. Mai 2013 in der Brut zu den selbigen Liedern in Aktion erlebte.
Ein viel zu schönes Konzert geht viel zu schnell um und ich war etwas, hmm, verstimmt, dass an "Wundasche" nicht gedacht wurde. Aber das Publikum war in der Stimmung und es wird sicher nicht so schnell vorkommen, dass ich noch einmal "Amoi geht's no!" und "Wundasche!" schreien werde.

Harry Ahamer, Matt Baumann, Markus Marageter




"Steh auf"

Danke für den schönen Abend und für die "wundaschene" Zugabe!
Ich freue mich auf das nächste Mal - und bis dahin wird die "Zuwa" (auch dank fremder Hilfe) noch sehr oft Zugang zu meiner kleinen Stereoanlage finden. Trotz Vorhandensein von "Steh auf" und "Da Summa is do" ;-)
Danke, Harry!

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