Mittwoch, 28. Januar 2015

23.01.2015 - [rema'su:ri] in der Sargfabrik

Erster Beitrag 2015!
Nein, ich leide nicht wirklich unter einer Schreibblockade. Im Gegenteil, ich verschwende recht viel Energie an meinen gedanklich-schriftlichen Ergüssen. Nur, sie sind halt woanders zu lesen. (Nein, nicht öffentlich. Pech! Oder auch Glück!)

Erster Besuch in der Sargfabrik!
Sie haben Kozel dort, das ist gut. Wenn auch zu einem recht stolzen Preis. Ansonsten ist die Sargfabrik in Penzing mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. Der Saal ist recht klein, aber fein und leider haben meine Kamera und die Beleuchtung sich nicht immer gut verstanden.

Erstes Konzert mit [rema:su'ri]!
Auch wenn ich das Jubiläumskonzert im Stadtsaal auslassen werde, glaube ich unerschütterlich daran, dass ich die Partie heuer noch öfters live erleben werde. Der Wirt und seine Stammgäste haben den Jahreswechsel sehr gut verlebt. Sie waren alle mit außerordentlicher Sanges- und Spielfreude dabei und begeisterten das Publikum von Anfang an bis zur "Sperrstund'".

Was bis jetzt immer noch offen ist: Haben sie "Soi des ois g'wesn sei?" gespielt oder nicht?

Beim Penzinger Programm wurde Bezug auf das aktuelle Tagesgeschehen in der Politik genommen, dennoch blieben die anderen großen Aufzählungspunkte wie "Menschliche Beziehungen", "Liebe" und vor allem "Alkohol" nicht unerwähnt.
Eröffnet wurde das Konzert mit "Austrian Way (Of Singin' The Blues)", ein besseres Lied als Antwort auf das politische Geschehen gibt es nicht. Da auch sehr viel Religion dabei ist und ob jeder einen Gott hat, wurde im [rema'su:ri]-Wirtshaus schnell beantwortet: "Herr Herrgott".
Für die nächsten Lieder übernehme ich keine Garantie der richtigen Reihenfolge, ich weiß immer noch nicht, ob "Soi des ois g'wesn sei?" gespielt worden ist.
"Di man i" wurde mit Leidenschaft vorgetragen, dafür dankte das Publikum - das "SCHLECHT SCHAUST AUS" ist schon lustloser herübergekommen. (Is zwoa ned die Schuid von da Frau Marie...)  Ist "Ned ganz woa" dann die Schlussfolgerung aus dem vorherigen Lied oder umgekehrt? "Ganz oft" genoss ich an diesem Abend ganz besonders und musste beim Text mitmurmeln. (Gesungen habe ich nicht wirklich.) "Maronibraterin" hat immer noch Saison und "Entschuidige wer bist du" musste einfach gefragt werden. Mit der obligatorischen "Fluchthelferin" ging es in die Pause.

In der Pause brauchte ich eine neue Lagund - ich lasse diesen Tippfehler stehen! - Kozel und sah die leeren Suppenteller, erinnerte mich an das Motto des Bandjubiläums und verband das eine mit dem anderen. (Freut mich, dass mein Foto auch andere Besucher des Wirtshauses dazu inspiriert hat.)

Nach der Pause teilte uns Herr Wirt mit, dass er in der Pause die Beanstandung aufgeschnappt hat, er möge bitte nicht so viel reden. (Dabei gibt es wirklich Musiker, die auf Konzerten ihre Papp'n halten sollten. Wenn ich nicht derrisch wäre, würde ich jedes einzelne gesprochene Wort des Wirten genießen.) Zum Glück ließ sich der Wirt nicht davon entmutigen und gab seine Einleitungen zu dem einen oder anderen Lied, weil's afoch sei muass. Mit "Was ned sei deaf" erlebte ich meine Premiere. Zum Schlucken.
Aus dem neuen Album wurden auch "Zwaa linke Händ" ("über eine ganz oarme Sau", O-Ton Herr Wirt), "Hans im Glück" (An das dachte ich eher, das Lied nahm ich an diesem Abend sehr intensiv auf - wie gut uns allen geht!), "WHDV" (Die Klimaanlage war sehr lange in Betrieb.), "Pinsch" und "Hiebeserklärung" gespielt.
Frau Maries Darbietung von "alanech fia dii" (Es muss doch sein, dass Herr Wirt vorher den Namen H.C. Artmanns erwähnt. Es können immer noch Nichtwissende im Publikum sitzen.) war wieder sehr leiwand - ich habe zwar mit Blumen nichts am Hut, aber das vertonte Gedicht bringt mich jedes Mal zum Schmelzen.
"Schiache Zechn" war an diesem Abend eine der "Hitte". Besonders vom Ehepaar Mitterlehner konnte ich schwer meine Blicke abwenden - wie die beiden nebeneinander getanzt haben und Herr M. zum Schluss auf die Füße von Frau M. geschaut hat. Mit "Am leiwandsten daham" wurde das Konzert vorerst beendet. Weil das Publikum so leiwand war (Sie haben kräftig bei der "Hiebeserklärung" mitgesungen und sind auch brav bei der Hymne aufgestanden.), wurden als Zugaben "Angelina" und "Sperrstund' is" gespielt.
Danke für das wirklich leiwande Konzert, es hat mir sehr große Freude bereitet. Bis zum nextn Moi!

PS: Haben sie nun "Soi des ois g'wesn sei?" gespielt? Für hilfreiche Antworten danke ich Euch im Voraus.

1 Kommentar:

  1. Liebe Sori, danke für die schöne Zusammenfassung dieses auch für mich besonders schönen Abends. Und ja: "Soi des jetzt ois gwesn sei" war das erste Lied nach der Pause :) Lieben Gruß, Carl

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