Montag, 3. August 2015

24. bis 26. Juli 2015 - Krems und Umgebung

Ein schöner Kurzurlaub, der im wahrsten Sinne des Wortes viel zu kurz war...
Nachdem ich die erste Etappe meiner beruflichen Weiterbildung erfolgreich gemeistert habe, waren nun Lernpause und Wegfahren angesagt.

Freitag, 24. Juli 2015
In Krems am Bahnhof angekommen, fuhr ich mit dem Bus in Richtung Stein.
Eindrücke vom malerischen Innenhof des Gästehauses
Im wunderschönen und überaus empfehlenswerten Gästehaus Einzinger bezog ich Quartier und suchte kurze Zeit später die Kunsthalle auf.
Dort besuchte ich die Ausstellungen von Ernesto Neto und Ines Lombardi, beide Ausstellungen würde ich nicht unbedingt weiterempfehlen, obwohl die Installationen von Ernesto Neto schon von einer gewissen Besonderheit zeugten - einige davon waren begehbar:
Nachdem ich meinen Rundgang in der Kunsthalle abgeschlossen hatte, fotografierte ich ein paar Bilder von Mordillos "Comic Walk", das Karikaturmuseum würde ich am nächsten Tag beehren, denn es ging auf 18 Uhr zu und mein Hunger meldete sich.
Ein paar ausgewählte Schnappschüsse vom "Comic Walk"
Bei der Kunsthalle, gegenüber vom Karikaturmuseum, sind ein paar Werke von Mordillo gratis und ohne Eintritt zu bewundern.

Nach einem guten Essen im wunderschönen Gastgarten der "Alten Post" fing ich noch ein paar Eindrücke von Krems ein, bevor ich wieder nach Stein in mein Quartier zurückkehrte.
Steiner Tor




Samstag, 25. Juli 2015
Die Wettervorhersage warnte für diesen Tag Regen und Gewitter vor, was mir nicht wirklich recht war. Aber am Wochenende davor erreichte Krems temperaturmäßig einen Hitzerekord mit ca. 37 Grad Celsius, was ich wiederum auch nicht brauchte.
Ich wachte nun an diesem Morgen auf, warf mehrere Blicke aus meinem Zimmerfenster, machte davon zwei Fotos (die ersten zwei Bilder aus dem obigen Quartett), dachte mir, dass das Wetter halten wird und nach einem guten Frühstück fuhr ich mit einem Kleinbus nach Melk.

Was soll ich darüber schreiben? Ich lasse die Bilder sprechen:





Die Rückkehr von Melk nach Krems habe ich mit einer Schifffahrt bei brandner.at gebucht. Bevor ich "vor Anker ging", kaufte ich bei einem Standl echte Wachauer Marillen und sie schmeckten köstlich.
Die Schifffahrt war ein Erlebnis und ich hatte auch das Vergnügen, dass ich neben einer sympathischen Dame aus Chiemsee saß (während ihr Mann mit dem Bus von Melk nach Krems fuhr) und mich ganz nett mit ihr unterhielt.
Oben: Das Schiff, Abfahrt von Melk; unten: Schloss Schönbühel, Burgruine Aggstein.

Oben: Spitz, unten: Weißenkirchen.


Dürnstein

Eine Grußkarte, die ich via WhatsApp an lieben Menschen schickte.

In Krems angekommen, steuerte ich das Karikaturmuseum an, welches sich in unmittelbarer Nähe von der Station befand.
Dort genoss ich die Ausstellung von Mordillo, über viele seiner Werke konnte ich herzlich lachen und diese Reaktion vernahm ich auch bei den anderen Besuchern. Das Karikaturmuseum ist immer wieder ein Besuch wert - nach Haderer in 2005, Donald Duck in 2007 und Pammesberger in 2008 war es sogar mein vierter Besuch.

Nun streckte ich für einige Zeit meine Füße im Quartier aus, hörte Musik, schrieb ein paar Zeilen und machte mich anschließend auf den Weg zu einem Heurigen in Stein. Im Gastgarten genoss ich den Blick auf Stift Göttweig, las Buch, aß ein sehr gutes Speckbrot, wollte mein drittes Achterl bestellen, als es am Himmel recht finster wurde und der Wind immer stärker auffrischte. "Was machst Du jetzt?", fragte ich mich. "In der Minibar von meinem Quartier wartet ein Stift Weißwein auf mich." Ich entschloss mich nun, zu gehen und nahm noch ein paar bildliche Eindrücke mit.

Im Gästehaus angekommen, knotzte ich noch ein wenig im Innenhof auf der Bank herum und bekam die Gesellschaft einer Katze. Sie zu fotografieren, gestaltete sich als recht schwierig, die spärlichen Ergebnisse sind hier zu sehen. Aber ich habe vorher noch nie eine Katze mit so einem flauschig-seidenweichen Fell gestreichelt und ich spüre immer noch ihr tiefes Schnurren in meiner Handfläche.
Nach dem Abgang der Katze (sie war sehr genügsam, nach knapp zehn Minuten hatte sie genug) kam das angekündigte "Unwetter". Ich blieb weiter auf der Bank sitzen und sah dem Wolkenbruch zu, während ich mich im Trockenen befand.
Anschließend ging ich auf mein Zimmer, genoß den Weißwein aus der Stiftsflasche und verschlang ein paar Kapitel aus Noah Gordons "Der Medicus".

Sonntag, 26. Juli 2015
Nach einem kräftigenden Frühstück und Lektüre im Sonntags-KURIER musste ich - hoffend auf ein nächstes Mal - auskehren. Ich legte dann vom Steiner Ortskern einen ordentlichen Fußmarsch in Richtung Sandgrube 13, mit Zwischenstation Bahnhof (um die Tasche in das Gepäckschließfach zu deponieren), zurück.
Bei der Sandgrube 13 angekommen, schloss ich mich einer sehr interessanten und überaus empfehlenswerten Führung an und lasse wieder die Bilder sprechen:



Da der Sonntag sich alle Mühe gab, den Quecksilberpegel so hoch wie möglich steigen zu lassen, waren mir meine weiteren Abkühlungen (sprich: Museumsbesuche) sehr willkommen. Ich kühlte mich sowohl im Forum Frohner am Minoritenplatz


als auch im Stadtmuseum mit ihrer Sonderausstellung zum Kremser Senf ab.
Ich fing noch weitere Eindrücke von Krems ein, bevor ich in den Wiener Alltag zurückkehren musste:
Zum Bild rechts oben: Wenn ich wüsste, dass ich mit solchen Ohrwaschln herauskommen würde, hätte ich sicher kein Hörgerätestudio aufgesucht. Sprich, ich halte das Testimonial für kontraproduktiv.
Oben: Stein, Gozzoburg; unten: Obere Landstraße.

Ich zehre noch von diesem Kurzurlaub und freue mich schon auf meine nächste Reise, egal wohin sie auch immer gehen mag.

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