Montag, 4. März 2013

1. und 2. März 2013 - [rema'su:ri] Dopplerabend in der Kulisse

Aus der Maroltingergasse im 16. Hieb begab sich die Partie des Wirtshauses [rema'su:ri] in Richtung 17. Bezirk zur Kulisse. Den Besitzern des sogenannten „Dopplerpasses“, aber auch nur denen, wurde ein opulentes Menü a la "Dopplerabend" zubereitet.

Bezüglich des Personals im Wirtshaus gab es eine kleine Änderung: Erich „Herr Herrgott“ Meixner war leider aus gesundheitlichen Gründen verhindert und so sprang Musikerkollege Tino Klissenbauer für die Partie ein. Niemand kann „Herrn Herrgott“ ersetzen, aber Herr K. hat mit seinem Akkordeonspiel die Partie bereichert und uns auch damit beglückt. (Nur das Autogrammeschreiben muss er noch üben.)

Freitag, 1. März 2013 – ganz pomali
Das erste Konzert stand unter dem Motto „ganz pomali“ und dementsprechend wurden eher ruhige Lieder zum Hinhorchen, zum Nachdenken, zum Fühlen und (auch) zum Trinken geboten. Die Zuhörer kamen unter anderem in den Genuss von „Afoch leiwand“, „Sommerschluss“, „Schmähstad“, „Herr Herrgott“ (Den Part von Erich Meixner übernahm da Wirt.) und „Hans im Glück“. 
Nach einem Lied erwähnte da Wirt, dass vor einem Jahr am (fast) selben Tag (3. März 2012 –[rema'su:ri] in der Kulisse) ein Gast gekommen ist, der Gedichte von H. C. Artmann besingt. Es war momentan recht ruhig im Saal, ich tippte M. an und meinte: „alanech fia dii“. Da Wirt bestätigte meine Vermutung und ich ließ einen lauten Juchzer los. [rema'su:ri] gelingt es auch nach Hansi Lang und Willi Resetarits, dieses wunderschöne Gedicht mit Bravour zu vertonen. Beschreiben, wie ich dieses Lied fühle, kann ich nicht – Ihr braucht mir dabei nur zuzuschauen, ich bin mir sicher, dass mein Gesicht jedes Mal Bände spricht, wenn ich das Lied höre.
Ganz kurz wurde das „pomali“-Vorhaben über Tresen geworfen: [rema'su:ri] haben auch Lieder im Programm, die in einem Stück „pomali“ und „voi aufdraht“ sind. „Di man i“ wurde so „pomali“ wie möglich gespielt, aber „voi aufdrahte“ Akzente waren nicht zu überhören. 
In der zweiten Hälfte brachte uns da Wirt gute Neuigkeiten: Neues Album! Gast für morgen wurde verraten! Und mich als Stubnblues-Fan freut es, dass es Stefan Schubert sein wird. Um uns darauf vorzubereiten, was Herr Schubert so kann, wurde „Wegn dera Gschicht“ in der „pomali“-Version vom Wirtn gesungen. Dennoch kamen die eigenen Lieder nicht zu kurz, wir bekamen auch „Liebeslied im Konjunktiv“ und „Nackert schmusen“ zu hören. Auf die Freitagsgäste, die am Samstag nicht kommen konnten, wurde eingeschworen, dass die Samstagsleute, die beim Freitagskonzert nicht dabei waren, etwas „VERPASST“ haben. „Ois wird guad“ hat mir so gut getan und bevor die Partie sich mit einem „Auf Wiederschaun!“ im Chor verabschiedete, wurde „Und die Zeit vageht“ (im wahrsten Sinne des Wortes) gespielt.



Samstag, 2. März 2013 – voi aufdraht
So wie es sich für ein voi aufdrahtes Konzert gehört, wurde nach „Schiache Zechn“ aufs „Voigas“ gestiegen. Nachdem auch ein „Loch in Semmering“ gegraben wurde, war es an der Zeit, ein Lied vom Freitag zu entpomalisieren. Frau Marie, da Wirt und die restliche Partie konnten „Di man i“ nun voi aufdrahn.
Nach „GEMMA!“ und „Entschuidige wer bist du“ wurde nun der sehnsüchtigst erwartete Gast angekündigt: Stefan Schubert. Nach ein wenig Häckseln (Wer hat wieviele Alben mehr – [rema'su:ri] oder Stubnblues?) wurde „Tupelo Honey“ gespielt. Herr Schubert fühlte sich im Wirtshaus wohl und blieb bis zum Ende der ersten Hälfte auf der Bühne.
Nach der Pause ging’s im selben Modus („voi aufdraht“) weiter, für ein, zwei Lieder ging Stefan von der Bühne ab (weiß leider nicht mehr, an welcher Stelle dies war). Zwischendurch testete da Wirt das Erinnerungsvermögen der Freitagsgäste und stimmte an, dass die anderen Gäste das Freitagskonzert „VERPASST“ haben. Aber er ist ja nicht so, da Wirt: „Hans im Glück“ und „Nackert schmusen“ wurden am Samstag in einer „aufdrahteren“ Variante berücksichtigt. 
In „Bonnie & Clyde“ konnten wir Publikum zeigen, wie aufdraht wir waren: Das „Nanana nanana hey…“ formte sich zu einer Endlosschleife, wenn die Partie nicht ein weiteres Lied angestimmt hätte. Bei der Hymne „Am leiwandsten daham“ erhoben wir uns und wir danken ganz herzlich für zwei wunderschöne Konzerte.



Setliste vom 2. Konzert

Danke Robert für's Halten!

Nacht vom 2. zum 3. März 2013 – after schau party
Ich gehöre zu den Konzertjunkies (Konzerttschankies), die nicht unbedingt gern gleich nach Konzertschluss heimgehen (es sei denn, am Tag darauf muss ich arbeiten). Am Freitag blieb ich noch auf einen Abschlussseiterl in der Beisl, am Samstag blieb ich – so nach dem Motto „I bleib furt“ – noch länger da. Ich holte mir Autogramme von der Partie auf meinem „Reserviert“-Fetzen, da Wirt verriet mir schon auf Papier, dass er „voi aufdraht“ sei und so gab er mit seiner Partie ein kleines Ständchen für die Noch-Nicht-Heimgeher. 


Nachher erlebten wir einen sehr schönen Abschluss des „Dopplerabends“: Im Beisl wurden Lieder wie „Brown Eyed Girl“, „NO SURRENDER“, „Desperado“, „Lean On Me“, „Can’t Help Falling In Love With You“ zum Besten gegeben, das Problem „Sperrstunde“ wurde auch angesprochen: „ich hatte dem Wirten noch zwei, drei Lieder versprochen, und wir haben mittlerweile vier, fünf gespielt…“ Musikerkollege Van Gurk war auch am Tisch und so wurde ein wenig weiter getschämmt.


Da Sinnierer und Van Gurk
Danke, dass ich bei diesem besonderen Extra dabei sein durfte. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Konzert.

[rema'su:ri] - Offizielle Webseite 

1 Kommentar:

  1. Herzlichst dankt für die überaus aufmerksamen, wohlwollenden und erbauenden Worte

    da Wirt
    (im Namen der gesamten remasuri-Partie)

    ps: So manche/r Journalist/in könnte sich von deiner Schreibe eine Scheibe abschneiden, werte Sori!

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