Freitag, 3. Mai 2013

02.05.2013 - [rema'su:ri] im Bamkraxler

Dieser Beitrag ist den Dagewesenen und speziell den Daheimgebliebenen und Woandersgewesenen gewidmet - ganz besonders K. (Edelfan, leider durch Urlaub verhindert), M. (Angst, durch den Einfluss unzähliger Augustiner das dritte "GEMMA!"-Leiberl im "Bamkraxler" zu kaufen) und E. (der mitten in den Vorbereitungen für Bruce Springsteen in Stockholm steckte).

Und die Sori kehrte nach zwei Jahren wieder an dem Ort zurück, wo alles begann.
Am 28. April 2011 erlebte sie ihr allererstes Konzert von [rema'su:ri] eben an diesem Ort.
1190, Bamkraxler, 28. April 2011
Dieses Mal hatte ich nette Gesellschaft mit anderen [rema'su:ri]-Fans und Arbeitskollegin A., die nach dem Einkehrsamstag 2011 wieder Zeit für ein [rema'su:ri]-Konzert fand.
Das "Bamkraxler" ist zwar nicht in der Maroltingergasse im 16. Hieb, aber der Ausflug der Partie nach Nussdorf tat ihnen gut. Trotz Weindomäne wurde hier gutes Bier (Augustiner - nein, nicht das Münchner, sondern das Salzburger) sowohl ausgeschenkt als auch konsumiert und wir hatten einen schönen Abend.

Da Wirt und Frau Marie einsatzbereit.


Mit "I bleib fuat" wurden wir auf den Abend eingestimmt. Nachdem wieder ein "Loch in Semmering" gegraben wurde, präsentierte uns die Partie eine ausgewogene Mischung ihrer Lieder aus ihren (bisher noch) drei Studioalben. Besonders berührt haben mich die Lieder "Ois wird guad" (dem Erich Meixner gewidmet) und "Schwarzes Liebeslied". Vor allem gefällt mir der Gedanke, dass es eigentlich keine Liebeslieder gibt, sondern Verliebungslieder und Beziehungslieder... da ist schon etwas Wahres dran!
"Entschuidige, wer bist du" war diesmal zum Schreien komisch, als mitten im Instrumentalstück die Kellnerin dem Wirt ein Bier brachte und er sich mit einem "Tuat ma laad, owa..." und anschließendem Refrain bedankte.
Auf Wiedaschauuuun...
Einfach ein schöner Abend, der sich voll ausgezahlt hat. Ich freue mich auf das nächste Mal!

Montag, 22. April 2013

Aus meiner Musiksammlung: Michael Learns To Rock "Someday"

Quelle: mltr-universe.dk
Die Single-CD ist praktisch der einzige Tonträger, welche ich von der dänischen Pop-Band Michael Learns To Rock besitze. Der Name der Gruppe war mir schon seit Anfang der 90er Jahre dank "BRAVO" ein Begriff, aber ich ging nicht näher darauf ein.

Bis an einem Tag im Juli 1996.

Ich war mit meinen Eltern auf Urlaub in Südtirol, meine Eltern saßen gerade mit Bekannten in der Wirtsstube der Pension, ich war im Zimmer und sah mir eine Musikveranstaltung auf RAI (Uno? Due? Tre? – Weiß ich nicht mehr.) an. An die mitwirkenden Musikanten erinnere ich mich auch nicht mehr außer… Michael Learns To Rock! Sie spielten das Lied „Someday“, die eingängige Melodie und der schöne Singsang faszinierten die knapp 14jährige Sori und das Lied ging ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Wir blieben noch ein paar Tage in St. Ulrich und Umgebung und als wir wieder nach Hause fuhren, musste ich bei nächster Gelegenheit die Maxi-CD kaufen. In einem Großmarkt außerhalb von Erfurt wurde ich fündig und „Someday“ gehörte zu meinen Liedern des Sommers 1996. (Den Namen des mittlerweile schon lange aufgelassenen Großmarkts habe ich auch vergessen.)
Jahre, aber wirklich Jahre, später entdeckte ich auf YouTube das offizielle Video mit Einblendung des Textes, Erinnerungen wurden wieder wach und nachdem ich den Tonträger auf musik-sammler.de bzw. in meiner online Musiksammlung „aufnahm“, musste ich mir die CD wieder anhorchen, wobei ich das Titellied bevorzuge, Lieder Nr. 2 und 3 hinterlassen bei mir nicht so einen gewaltigen Eindruck wie "Someday".
Sonst habe ich nichts von MLTR.
Ein schönes Lied mit beinahe tiefgründigem Text, Ohrwurm ist garantiert, erinnert mich immer an den etwas verkorksten Sommerurlaub (Es war mehr kalt als warm, unter „Rosengarten“ stellte ich mir tatsächlich etwas anderes vor…) und ich sehe mich, wie ich auf dem elterlichen Bett in der Pension lag und im Fernsehen den Auftritt von MLTR sah.

Offizielle Webseite von Michael Learns To Rock 

Hier meine zwei Lieblingsvideos auf YouTube:

Selbst nach fast 17 Jahren hat das Lied für mich nicht an Zauber verloren. Es ist schön, dass gewisse Momente, Situationen, Erinnerungen auf solche Tonträger "festgehalten" werden können. Ich erfreue mich an meiner CD-Sammlung und bezüglich des Großteils erinnere ich mich, woher sie kommen und warum ich sie mir gekauft habe. Sie erzählen mir Geschichten, und die Geschichtenerzählerei erhöht die Wertschätzung der Tonträger - und die eigentlich banale CD-Single "Someday" (Ist ja nur ein Silberling von einer beinahe unbekannten dänischen Pop-Band mit drei fast belanglosen Liedchen.) hat für mich einen Wert.

Mittwoch, 10. April 2013

Girmindl im trügerischen Frühling 2013

Ja, immer noch trügerischer Frühling. Ich kann es noch nicht so ganz richtig realisieren, dass nun öfters die Sonne scheint und die Temperaturen stetig nach oben klettern. Der Schnee kommt auch wirklich nicht mehr? Nach knapp einmonatiger Pause muss ich wieder meine Pulverl gegen mein Heuschnupfen einnehmen. Und ich warte darauf, dass das Niesen, Augenjucken, erhöhter Verbrauch von Tempo-Taschentüchern wieder losgeht...

22.03.2013 - Freihaus, 1040 Wien
Johannes übernahm die "undankbare" Aufgabe, als Vorgruppe für die Ostbahn Kurti-Coverband "Espresso Rosi" aufzuspielen. In diesem Sinne undankbar, weil das Publikum an der Bar so dermaßen unaufmerksam war und der Lärm ihrer Gespräche sogar teilweise die musikalische Darbietung des Herrn G. übertönte. Fand ich ziemlich schwach... Dort stand ein Musikant mit Leidenschaft auf der Bühne und hat seine eigenen Werke und weanerische Interpretationen von Chuck Prophet präsentiert.
Es war zumindest mein erstes Konzert, welches ich seine prophetschen Lieder so richtig genossen habe - bei den vorherigen Auftritten war ich leider nicht dabei, ich konnte mich nur mithilfe des Kopfhörers an "Chuck's Garage - Girmindl spielt Prophet" erfreuen.
Und der Hauptact an diesem Abend ist nicht weiter erwähnenswert...

DEN Artikel zu "Chuck's Garage" findet Ihr hier: http://musikberatung.blogspot.co.at

08.04.2013 - Café Carina, 1160 Wien
An einem Montag fortgehen und wenn das Konzert für 21:00 Uhr angekündigt ist, aber doch um einiges später beginnt... uff. Aber da ich lernbedingt die letzten drei Wochenenden kaum bis nicht fortgegangen bin und dementsprechend kurz vor einem Koller stand, kam mir der Termin gerade recht... und mit Café Carina ein Lokal entdeckt, welches ich bisher noch nie aufgesucht habe. (Weiteres Hakerl auf Birgit Denks Buch setzen! Und, Birgit, es wurde tatsächlich Billard gespielt!)
Im Gegensatz zum Freihaus-Gig hat mir der Abend im Carina sehr gut gefallen, Johannes konnte ich endlich auf einer richtigen Bühne sehen (Also, so hoch oben habe ich ihn noch nie gesehen!), ein paar Groupies wurden angeschleppt und der Höhepunkt war sicher die Einführung des prophetschen Telecasters. (Nettes Geburtstagsgeschenk, übrigens!)

Von Chuck Prophet wurden unter anderem "Kana der zvü redt (Sonny Liston's Blues)", "Mach ma an Bledsinn (Let's Do Something Wrong)" und "Die Unschuld vom Land (Smalltown Girl)" gespielt, auch die eigenen Werke kamen nicht zu kurz: "Lebn ohne Krisen", "Samstag Nachmittag (Geschlossen)", "TV Talkin' Blues", "Mit nasse Fetzn" und "Mei Gossn". Hommage an Ostbahn Kurti ("Wirklich woa") und Helmut Pichler ("Gemma was trinken") wurden gezollt.


Es hat Spaß gemacht, der Abend hat mich gefreut, ich kam ziemlich spät heim, konnte am nächsten Morgen ohne Probleme aufstehen und rätsel bis heute immer noch, wieviel ich tatsächlich getrunken hab...

Ich freu mich auf das nächste Mal! Nimm die Göttin unter den E-Gitarren wieder mit! (Ich meine die Telecaster, der Herr S. spielt ja auch auf diesem Instrument.)

Freitag, 22. März 2013

Ernst Molden im trügerischen Frühling 2013

Die Überschrift ist eine Anspielung auf meinen Beitrag vom 28. Februar 2013.
Am Anfang hatte ich noch Angst, dass ich im ersten Quartal des Jahres Zweitausendunddreizehn diesen Herrn nur in seinen Kolumnen erleben würde, aber dann hatte ich endlich Gelegenheit für zwei verschiedene Konzerte, wie sie nicht unterschiedlicher sein konnten...

16.03.2013 - Ernst Molden & Walther Soyka im Gasthaus Goldmarie
Es war ein Konzert, wie es sein sollte. Molden & Soyka sind ein kongeniales Duo, wenn nicht sogar das "Dream-Team" des Wienerliedes. Ernst, wieder schnauzbärtig, reaktivierte seine Gitarre, mit dem ich ihn das erste Mal live sah (9. Juli 2009 im Museumsquartier) und Walther spielte auf seiner unvergleichlichen Knöpferlharmonika. Bei gutem Speis & Trank wurde das aufmerksame Publikum unter anderem mit "Es Lem", "Der Kätscha" (Danke!), "Ohne di", "Numma zum Waanan", "I dadad schbüün", "Jessica", "Woed aus Rauchfeng" und "De Beag" beglückt.
Aufgrund der Ereignisse in jüngerer Vergangenheit hat uns "Heanoisa Oma" sehr berührt - Ernst, ich bin mir sicher, dass Du ihr mit diesem Lied ein schönes Denkmal gesetzt hast.

Erfreulich finde ich, dass beim Konzert ein junger Bursche dabei war, der tatsächlich an seiner Maturaarbeit über Ernst Molden werkeln will. Ich hoffe, das Ergebnis lässt sich auch bald sehen.
Nach dem Konzert fand noch ein Konzert mit nicht gespielten Liedern statt ;-) Im kleinen, fast intimen Kreis bekamen wir "Hammerschmiedgossn", "Hameau", "I steh ibahaupt ned mea auf di" und weitere Raritäten zu hören.

Beseelt von diesem Abend trat ich dann nach Mitternacht den Heimweg an und freute mich darauf, beim nächsten Konzert meine Konzertfreunde Renate & Hans und auch den Ernst wiederzusehen.


21.03.2013 - Ernst Molden und Martin Spengler & die foischn Wiener im Bockkeller
Noch nie im Liebhartstaler Bockkeller gewesen, reservierte ich erst einmal nur normale Konzertstühle - die Möglichkeit einer Tischreservierung, ein wenig teurer, hätte es auch gegeben. Auch nicht wirklich darüber informiert, wie es dort aussah, finde ich im Nachhinein, dass der Begriff "Keller" SEHR irreführend ist.

Wir landeten in einem Festsaal mit opulentem Deckenschmuck und da unsere ungepolsterten Kinosessel an den Wänden montiert waren, hatten wir eine sehr gute Übersicht auf das Geschehen im Raum und wir waren uns lange nicht sicher, wo sich die Bühne tatsächlich befinden würde.
Der Konzertabend wurde vom Lions Club St. Rochus veranstaltet und ein Großteil des Publikums bestand aus diesen Mitgliedern (falls die Leute sich "Mitglieder" schimpfen lassen wollen) - ältere Herren, die man wegen der finanziellen Lage noch schnell heiraten könnte und teilweise schrill gekleidete Frauen mit roten Lippen und maskenhaften Gesichtszügen. Leute, die mit dem selben Spritzer-Glas mindestens dreimal anstießen. Der Kopfrechnerei nicht mächtige Verkäufer rückten mir oft das falsche Wechselgeld aus, aber wozu trinkt man Bier und isst Brötchen gegen eine Spende? Eine marktschreierisch wirkende Frau warb um Tombola-Lose für jeweils acht Euro, die sie in der zweiten Halbzeit um die Hälfte reduzierte. Gegen Ende des Konzerts sehr unruhiges Publikum, weil ständig Tombola-Sackerln in den Saal hineingetragen werden. Überhaupt, die Versteigerung von Hotelgutscheinen im Wert von jeweils ca. 200 EUR war ein Armutszeugnis, weil ein Gutschein tatsächlich um nur 50 EUR wegging und die Dame sich dementsprechend darüber aufregte...
Der Höhepunkt war - Martin und seine foischn Wiener hatten gerade ihren Auftritt - als Opa sich zu uns umdrehte und die zwei fescheren und auch jüngeren Damen (Renate & ich) entdeckte, ohne Umschweife einen Kamm aus seinem Sakko herausholte und sich die schon gepflegten Haare kämmte. Renate & ich prusteten los und fingen noch die verzweifelten Blicke von Ernst & Hans ein.

Den ersten Teil des Abends machte Ernst Molden. Die Akustik im Saal war hervorragend und die Liederauswahl war sehr klug durchdacht, Ernst konnte damit den Großteil des Publikums, die überwiegend aus Neulingen besteht, überzeugen. Auf seiner nussbraunen Herbstgitarre bespielte er "Es Lem", "74A", "Rode rechde Haund", "I steh ibahaupt ned mea auf di", "Hammerschmiedgossn", "Lobau" - über "Joe Zawinul Park" habe ich mich sehr gefreut, da das Lied doch recht selten gespielt wird.


In der zweiten Halbzeit erlebte ich dann meine Premiere von Martin Spengler & die foischn Wiener. Renate & Hans sind schon länger Fans von dieser Partie und es war keine Frage, dass sich der Abend musikalisch für sie ausgezahlt hat. Wie gut, dass ich mit Kennern zu tun habe und so erfuhr ich von Renate, dass die eigentliche Akkordeonspielerin verhindert war und stattdessen ein Herr eingesprungen ist ... vielleicht erklärt das sein sehr konzentrierter Narrenkastlblick?

Der harmonische Gesang von Manuela & Martin, die Instumentierung und vor allem Martins Gitarrenspiel haben mich überzeugt - beim nächsten Konzert bin ich sicher dabei. Ich habe mir im Anschluss die Debüt-CD gekauft - ich freue mich schon auf das Anhorchen.

Zum Schluss kam Ernst auf die Bühne und es wurden gemeinsam "Stagl ma d Schui" und "Ins schwoazze Mea" gespielt - beide Lieder waren in dieser Kombination wirklich klass'


Im Endeffekt: Wir sind ziemlich froh darüber, dass wir nicht mitten im Geschehen (bei den Tischen, bei diesem Volk) waren, sondern die einfachen Konzertstühle genommen haben. Das war ein Abend, konzertmäßig-akustisch sehr fein und ein eigentümliches Publikum ... wir werden noch sehr oft darüber reden ;-)

Freitag, 8. März 2013

03.03.2013 - Stadtwanderweg 4

Eigentlich entdeckte ich die Route auf Seite 28 aus dem Rother Wanderführer "Rund um Wien" (6. Auflage 2006) - aber wie ich beim Ausgangspunkt ankam, fand ich heraus, dass die Strecke dem "Stadtwanderweg 4" (fast) gleich ist - also folgte ich nur noch den Schildern. (Dadurch ging ich eine verkürzte Strecke, aber dennoch: Sollte die Sonne wieder so schön scheinen wie an diesem Tag und auch die Wege viel weniger gatschig sein, gehe ich gern die größere Strecke. Nicht dass ich ein Problem mit schmutzigen Wanderschuhen habe, aber so etwas (= Gatsch, aber so was von) erschwert das Gehen und wenn diese Geherin vorher auch noch zwei lange Abende/Nächte bei [rema'su:ri] in der Kulisse verbracht hat...)
Ausgangspunkt Ecke Linzer Straße/Rosentalgasse
Dehnegasse
Dehnepark
Silbersee


Am Satzberg
Auf dem Weg zur Jubiläumswarte.
Jubiläumswarte.

Ungefähr an dieser Stelle beginnt die zweite Hälfte des Rundgangs.
Start der Tour de Gatsch
So habe ich meine vergatschten Wanderschuhe saubergemacht.

Fast am Ende der Strecke.

Montag, 4. März 2013

1. und 2. März 2013 - [rema'su:ri] Dopplerabend in der Kulisse

Aus der Maroltingergasse im 16. Hieb begab sich die Partie des Wirtshauses [rema'su:ri] in Richtung 17. Bezirk zur Kulisse. Den Besitzern des sogenannten „Dopplerpasses“, aber auch nur denen, wurde ein opulentes Menü a la "Dopplerabend" zubereitet.

Bezüglich des Personals im Wirtshaus gab es eine kleine Änderung: Erich „Herr Herrgott“ Meixner war leider aus gesundheitlichen Gründen verhindert und so sprang Musikerkollege Tino Klissenbauer für die Partie ein. Niemand kann „Herrn Herrgott“ ersetzen, aber Herr K. hat mit seinem Akkordeonspiel die Partie bereichert und uns auch damit beglückt. (Nur das Autogrammeschreiben muss er noch üben.)

Freitag, 1. März 2013 – ganz pomali
Das erste Konzert stand unter dem Motto „ganz pomali“ und dementsprechend wurden eher ruhige Lieder zum Hinhorchen, zum Nachdenken, zum Fühlen und (auch) zum Trinken geboten. Die Zuhörer kamen unter anderem in den Genuss von „Afoch leiwand“, „Sommerschluss“, „Schmähstad“, „Herr Herrgott“ (Den Part von Erich Meixner übernahm da Wirt.) und „Hans im Glück“. 
Nach einem Lied erwähnte da Wirt, dass vor einem Jahr am (fast) selben Tag (3. März 2012 –[rema'su:ri] in der Kulisse) ein Gast gekommen ist, der Gedichte von H. C. Artmann besingt. Es war momentan recht ruhig im Saal, ich tippte M. an und meinte: „alanech fia dii“. Da Wirt bestätigte meine Vermutung und ich ließ einen lauten Juchzer los. [rema'su:ri] gelingt es auch nach Hansi Lang und Willi Resetarits, dieses wunderschöne Gedicht mit Bravour zu vertonen. Beschreiben, wie ich dieses Lied fühle, kann ich nicht – Ihr braucht mir dabei nur zuzuschauen, ich bin mir sicher, dass mein Gesicht jedes Mal Bände spricht, wenn ich das Lied höre.
Ganz kurz wurde das „pomali“-Vorhaben über Tresen geworfen: [rema'su:ri] haben auch Lieder im Programm, die in einem Stück „pomali“ und „voi aufdraht“ sind. „Di man i“ wurde so „pomali“ wie möglich gespielt, aber „voi aufdrahte“ Akzente waren nicht zu überhören. 
In der zweiten Hälfte brachte uns da Wirt gute Neuigkeiten: Neues Album! Gast für morgen wurde verraten! Und mich als Stubnblues-Fan freut es, dass es Stefan Schubert sein wird. Um uns darauf vorzubereiten, was Herr Schubert so kann, wurde „Wegn dera Gschicht“ in der „pomali“-Version vom Wirtn gesungen. Dennoch kamen die eigenen Lieder nicht zu kurz, wir bekamen auch „Liebeslied im Konjunktiv“ und „Nackert schmusen“ zu hören. Auf die Freitagsgäste, die am Samstag nicht kommen konnten, wurde eingeschworen, dass die Samstagsleute, die beim Freitagskonzert nicht dabei waren, etwas „VERPASST“ haben. „Ois wird guad“ hat mir so gut getan und bevor die Partie sich mit einem „Auf Wiederschaun!“ im Chor verabschiedete, wurde „Und die Zeit vageht“ (im wahrsten Sinne des Wortes) gespielt.



Samstag, 2. März 2013 – voi aufdraht
So wie es sich für ein voi aufdrahtes Konzert gehört, wurde nach „Schiache Zechn“ aufs „Voigas“ gestiegen. Nachdem auch ein „Loch in Semmering“ gegraben wurde, war es an der Zeit, ein Lied vom Freitag zu entpomalisieren. Frau Marie, da Wirt und die restliche Partie konnten „Di man i“ nun voi aufdrahn.
Nach „GEMMA!“ und „Entschuidige wer bist du“ wurde nun der sehnsüchtigst erwartete Gast angekündigt: Stefan Schubert. Nach ein wenig Häckseln (Wer hat wieviele Alben mehr – [rema'su:ri] oder Stubnblues?) wurde „Tupelo Honey“ gespielt. Herr Schubert fühlte sich im Wirtshaus wohl und blieb bis zum Ende der ersten Hälfte auf der Bühne.
Nach der Pause ging’s im selben Modus („voi aufdraht“) weiter, für ein, zwei Lieder ging Stefan von der Bühne ab (weiß leider nicht mehr, an welcher Stelle dies war). Zwischendurch testete da Wirt das Erinnerungsvermögen der Freitagsgäste und stimmte an, dass die anderen Gäste das Freitagskonzert „VERPASST“ haben. Aber er ist ja nicht so, da Wirt: „Hans im Glück“ und „Nackert schmusen“ wurden am Samstag in einer „aufdrahteren“ Variante berücksichtigt. 
In „Bonnie & Clyde“ konnten wir Publikum zeigen, wie aufdraht wir waren: Das „Nanana nanana hey…“ formte sich zu einer Endlosschleife, wenn die Partie nicht ein weiteres Lied angestimmt hätte. Bei der Hymne „Am leiwandsten daham“ erhoben wir uns und wir danken ganz herzlich für zwei wunderschöne Konzerte.



Setliste vom 2. Konzert

Danke Robert für's Halten!

Nacht vom 2. zum 3. März 2013 – after schau party
Ich gehöre zu den Konzertjunkies (Konzerttschankies), die nicht unbedingt gern gleich nach Konzertschluss heimgehen (es sei denn, am Tag darauf muss ich arbeiten). Am Freitag blieb ich noch auf einen Abschlussseiterl in der Beisl, am Samstag blieb ich – so nach dem Motto „I bleib furt“ – noch länger da. Ich holte mir Autogramme von der Partie auf meinem „Reserviert“-Fetzen, da Wirt verriet mir schon auf Papier, dass er „voi aufdraht“ sei und so gab er mit seiner Partie ein kleines Ständchen für die Noch-Nicht-Heimgeher. 


Nachher erlebten wir einen sehr schönen Abschluss des „Dopplerabends“: Im Beisl wurden Lieder wie „Brown Eyed Girl“, „NO SURRENDER“, „Desperado“, „Lean On Me“, „Can’t Help Falling In Love With You“ zum Besten gegeben, das Problem „Sperrstunde“ wurde auch angesprochen: „ich hatte dem Wirten noch zwei, drei Lieder versprochen, und wir haben mittlerweile vier, fünf gespielt…“ Musikerkollege Van Gurk war auch am Tisch und so wurde ein wenig weiter getschämmt.


Da Sinnierer und Van Gurk
Danke, dass ich bei diesem besonderen Extra dabei sein durfte. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Konzert.

[rema'su:ri] - Offizielle Webseite